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Briefe

Weltumfassendes Erziehungskonzept
aus DER SPIEGEL 19/2007

Weltumfassendes Erziehungskonzept

Nr. 17/2007, Bildung: Welche Schwächen Waldorfschüler wirklich haben

Ich habe selber zwölf Jahre lang eine Waldorfschule besucht, dort meinen Abschluss gemacht und bis zuletzt das Fach Eurythmie belegt. Natürlich war Eurythmie nicht immer mein Lieblingsfach, aber je älter ich wurde, desto mehr erkannte ich den Eurythmieunterricht als durchaus wichtigen und fördernden Teil in meiner Schulzeit. Im Jahr meines Abschlusses habe ich freiwillig am Eurythmieunterricht teilgenommen, gewissermaßen als eine Art »Ruhe- und Gegenpol« zum stressigen und zu »kopflastigen« Abschlussjahr. In dieser Zeit muss auch das Bild entstanden sein, auf dem ich im Übrigen zu sehen bin ...

SCHWÄBISCH HALL (BAD.-WÜRTT.) MORITZ RUFF

Gut, dass Sie mal die nicht okkulte Dimension der Waldorfpädagogik darstellen. Es geht doch vor allem um die zukunftsorientierte und unstandardisierbare Persönlichkeitsentwicklung des Menschen. Der forcierte boulevardische Titel »Hassfach Eurythmie« spiegelt aber einen ganz unbedeutenden Teil der umfassenden Studie wider, während eine imponierende und beispiellose Aussage der Ex-Waldis (80 Prozent der Befragten würden gern wieder eine Waldorfschule besuchen) okkult geblieben ist. Interessant und informativ wäre es außerdem, zu erwähnen, dass die von der Unesco anerkannte Waldorfpädagogik keine exklusive innere deutsche Angelegenheit des Bildungswesens darstellt. Sie verbreitet sich heute rasant in allen Kontinenten und Kulturen als das erste weltumfassende Erziehungskonzept in der Menschheitsgeschichte.

NÜRTINGEN (BAD.-WÜRTT.) RAUL GUERREIRO BUNDESELTERNRAT DER FREIEN WALDORFSCHULEN

Der relativ hohe Prozentsatz von Abiturabschlüssen der Waldorfschüler ergibt sich aus der Tatsache, dass sich die Elternschaft zum großen Teil aus Akademikern zusammensetzt, wo naturgemäß der nötige finanzielle Spielraum gegeben ist, auch mal eben ein paar Nachhilfelehrer zu engagieren. So sind am Erfolg eines bestandenen Abiturs letztlich drei Gruppen beteiligt: erstens die Eltern, zweitens die Nachhilfelehrer und drittens die tatsächlich unterrichtenden Klassenlehrer.

BERLIN HARALD R. REY

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