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NORDRHEIN-WESTFALEN Wenn Genossen nicht mehr feiern

aus DER SPIEGEL 24/2004

Angesichts des drohenden Debakels bei den Europawahlen am kommenden Sonntag ist den Sozialdemokraten in Nordrhein-Westfalen die Lust am Feiern abhanden gekommen: Erstmals verzichten die NRW-Genossen auf die traditionelle Party am Abend der Wahl. Nach Schließung der Wahllokale soll es stattdessen lediglich dürre Statements des Landesvorsitzenden Harald Schartau und seines Generalsekretärs Michael Groschek geben. Bisher waren Wahlfeten bei allen Parteien in Düsseldorf üblich - egal wie schlecht die Lage war. Auch die CDU ließ nie eine Sause aus, obwohl ihr angesichts der jahrzehntelangen Übermacht der SPD selten nach Feiern zu Mute sein konnte. Das sieht in diesem Jahr anders aus: In den Umfragen liegt die Partei von Landeschef Jürgen Rüttgers an Rhein und Ruhr nahe der absoluten Mehrheit. Die SPD dümpelt um die 30-Prozent-Marke.

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