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KAMPAGNEN Wer bezahlt »Du bist Deutschland«?

aus DER SPIEGEL 16/2007

Bei der geplanten Neuauflage der Imagekampagne »Du bist Deutschland« will sich Bertelsmann aus seiner bisherigen Vorreiterrolle zurückziehen. Der Medienkonzern, Ideengeber der umstrittenen Stimmungskampagne, möchte demnach nicht mehr allein für die Organisationskosten aufkommen. Zwar hatten die 25 Medienpartner der Gütersloher beim letzten Mal Raum für TV-Spots und Anzeigen im Wert von rund 34 Millionen Euro unentgeltlich bereitgestellt. Doch die Anlaufkosten, etwa für die Produktion, von circa zwei Millionen Euro zahlte der Konzern allein. Die neue Kampagne soll den Titel »Du bist Deutschland« behalten, diesmal jedoch nicht die nationale Laune heben, sondern die Deutschen für Kinder begeistern. Bertelsmann hat die Aktion erneut angestoßen. Wer nun die Führung übernimmt und wie die Kosten verteilt werden, soll in den kommenden zwei Monaten auf einem »Mediengipfel« diskutiert werden. Billiger dürfte die Aktion kaum werden: Die beteiligten Hamburger Werbeagenturen Kempertrautmann und Jung von Matt, die bisher kostenlos arbeiteten, wollen nun Geld sehen, um zumindest ihre Ausgaben zu decken.

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