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Briefe

Wessis in Berlin
aus DER SPIEGEL 21/1995

Wessis in Berlin

(Nr. 19/1995, Theater: Interview mit Rolf Hochhuth über seine Ambitionen beim Berliner Ensemble)

Zwar will Rolf Hochhuth niemanden aus dem Haus treiben. Wenn er aber das Berliner Ensemble übernimmt, könnte doch die mähliche Entmachtung des Ober-Zynis Heiner Müller (damals »Berater« der Stasi, heute Hätschelopa der altbundesdeutschen Wagnerianer) folgen. Das wäre dann schon was. *UNTERSCHRIFT: Frankfurt am Main DIETER H. KLEIN

Zu denen, die zu DDR-Zeiten in Ost-Berlin auf den Bühnen zugelassen waren, gehörte auch Hochhuth selber. Manche West-Stücke waren tatsächlich unerwünscht und tabuisiert, manche wie Hochhuths »Lysistrate und die Nato« wollte einfach keiner spielen, noch nicht mal im Parteiauftrag. Das machte in unerschütterlicher Freundschaft nur der verstorbene Hanns Anselm Perten des Volkstheaters Rostock. *UNTERSCHRIFT: Berlin WOLFGANG SCHUCH Henschel Schauspiel Theaterverlag

Kürzlich las Herr Hochhuth im Theater Chemnitz aus »Wessis in Weimar« die Szene »Philemon und Baucis«, Mitleid erheischend. So sind also die Wessis schon bis Berlin, sogar ins Berliner Ensemble vorgedrungen. Wie heißt doch der Untertitel des letzten Buches von Hochhuth » . . . oder der Weg zur Macht«. Man kann nur wünschen, daß sich Heiner Müller & Co nicht aus dem Fenster stürzen. *UNTERSCHRIFT: Pilsen (Tschechien) REINER NEUBERT

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen. *BEILAGE: Einer Teilauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe ist eine Postkarte der Neuen Zürcher Zeitung beigeklebt.

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