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Widersprüche um Massaker

aus DER SPIEGEL 37/1974

Das Massaker auf dem römischen Flughafen Fiumicino am 17. Dezember 1973, bei dem palästinensische Terroristen 32 Menschen töteten, hätte wahrscheinlich verhindert werden können. Denn drei Tage vor dem Attentat teilten Italiens Geheimdienst STD und der israelische Spionagedienst der römischen Polizei mit, daß arabische Guerillas Anschläge planten. SID-General Gianaverio Maletti, der im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen den rechtslastigen Geheimdienst verhört wurde, beteuerte jetzt: »Ich habe den Innenminister persönlich darüber informiert, was geschehen würde.« Italiens Polizei dagegen: Der Geheimdienst habe nur von Anschlägen auf israelische Ziele in Italien gewarnt. Tatsächlich war damals der Polizeischutz in Rom für Israels Botschaft und für die Büros der El AI verstärkt worden -- nutzlos, wie sich erweisen sollte. Die Fedajin attackierten eine Pan-Am-Maschine -- und flohen mit der Lufthansa.

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