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Briefe

Wie der Teufel das Weihwasser
aus DER SPIEGEL 22/1996

Wie der Teufel das Weihwasser

(Nr. 20/1996, Atommüll: Bruno Schrep über die Veteranen der Anti-Atomkraft-Bewegung im Wendland)

Jetzt fängt sie also wieder an, die übliche Legendenbildung über die guten Menschen, die ausgingen, gegen den »Feind« zu kämpfen, und dann von der brutalen Staatsgewalt niedergeknüppelt werden. Natürlich ist es immer die böse Polizei, die sich schon immer gefreut hat, wenn sie anstatt ihrer eigentlichen Aufgabe nachgehen zu können, Demonstranten niederknüppeln darf. Ich bin mir sicher, daß es wieder unzählige Anzeigen gegen die eingesetzten Polizeibeamten »hageln« wird. Dabei hoffe ich sehr, daß wir den Ausstieg aus der Kernenergie vernünftig bewältigen können. *UNTERSCHRIFT:

Bexbach (Saarl.) KLAUS GLESER

Auch Sie berichten von kriegsähnlichen Zuständen beim Castortransport. Die Bilder von tausend und mehr »steinewerfenden Chaoten« bleiben jedoch auch Sie schuldig, weil es die nicht gegeben hat. Die Herren Kanther und Glogowski fürchten anscheinend den gewaltfreien bäuerlichen Widerstand wie der Teufel das Weihwasser. Darum hat Glogowski den Befehl gegeben, die Bauerntrecker weitab von der Castorstrecke stillzulegen. In einem Rechtsstaat muß es aber das Recht auf zivilen Ungehorsam geben, wir müssen aufpassen, daß unsere Polizei nicht dazu mißbraucht wird, eine totale Atomdiktatur durchzuprügeln. *UNTERSCHRIFT:

Jameln (Nieders.) ADOLF LAMBKE

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