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Briefe

Wie sein roter Kanzler
aus DER SPIEGEL 3/1972

Wie sein roter Kanzler

(Nr. 53/1971, TV-SPIEGEL)

Hat sich Kuli nicht im Datum geirrt? Den Wahlkampf jetzt schon zu eröffnen, erscheint mir doch ein wenig verfrüht. Kuli aber wird schon wissen warum! Er hatte ja nie einen Hehl aus seinem parteipolitischen Standpunkt gemacht, was natürlich sein gutes Recht ist -- als Privatmann.

Köln MANFRED KUTZ

Seit seiner letzten Sendung ist Kuli nicht mehr mein Freund, da er sich als charakterlos und vaterlandslos erwiesen hat wie sein roter Kanzler.

Wien (Österreich) M. HOLZMÜLLER

Meines Erachtens hat Herr Kulenkampff hier gegen die primitivsten Regeln eines Gastrechts verstoßen -- indem er völlig unvorbereitete ausländische Gäste mit absolut innerdeutschen Problemen konfrontierte. Dies heißt das Gastrecht mit Füßen zu treten. Hierzu bedarf es keineswegs einer parteipolitischen Brille.

Düsseldorf WERNER LEHR

Die meisten Fernsehzuschauer würden sich wünschen, daß auf die Polit-Matadoren ein Quentchen von jener Liebenswürdigkeit überspränge, die Kulenkampff eigen ist. Vielleicht würde das auch auf die unteren Ebenen abfärben und die Auseinandersetzungen etwas geistreicher und interessanter gestalten. Das Eigenschaftswort »grob« oder »gröblichst« auf Kuli angewandt wirkt genauso deplaciert wie »fein« oder »feinst« auf Franz Josef Strauß.

Stammbachh (Rhld.-Pf.) MAX FRAASS

Warum sind Sie alle so böse mit ihm? Seien Sie nachsichtig, er stammt aus einer Zeit, da solche Art Volksbelustigung gang und gäbe war. Ihn, Inge Meisel und Werner Höfer, der am 23. November 1969 in seinem Frühschoppen meinte, bei der Olympiade 1972 werde jeder Sieg eines bundesdeutschen Athleten ein Sieg für Willy Brandt, sollten wir nicht beschimpfen. Sie sind bloß möglich durch uns, den wieder einmal schlafenden süßträumenden Michel.

Bremen THERESE DREWES

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