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Wilderer in Kenia unter Beschuß

aus DER SPIEGEL 3/1989

Kenias Präsident Daniel arap Moi hat den Befehl gegeben, künftig auf alle illegalen Tierjäger sofort zu schießen. Ende vergangenen Jahres starben sechs Wilderer bei einem Feuergefecht im Tsavo-Nationalpark. Ihre Beute, 19 Elefantenstoßzähne, wurde sichergestellt. Damit ist die Zahl der auf frischer Tat erschossenen Wilddiebe auf elf gestiegen. Die kenianischen Sicherheitskräfte behaupten, viele der Banditen seien desertierte somalische Soldaten, die mit Maschinengewehren und panzerbrechenden Waffen Jagd auf Elefanten und Nashörner machten. 1969 hatten noch 24 000 Elefanten das größte Tierreservat des Landes, den Tsavo-Park, durchstreift. Im vergangenen Frühjahr waren es nur noch 4327. Die Zahl der Flußpferde verringerte sich seit 1970 von 600 auf 30.

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