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Wim Duisenberg,

aus DER SPIEGEL 50/1998

63, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), mußte am eigenen Leibe erfahren, daß Frauen in Frankfurts honoriger Bankergilde gelegentlich unerwünscht sind. Am Vorabend des Europäischen Bankenkongresses, bei dem mehr als 800 Top-Banker über den Euro debattierten, hatte die Dresdner Bank zu einem Diner ins Kronberger Schloßhotel geladen. Duisenberg wollte mit seiner Frau Gretta Nieuwenhuizen kommen. Doch das Vorstandssekretariat der Dresdner teilte Europas mächtigstem Banker dezent mit, daß Ehefrauen an dem Abend nicht erwünscht seien. Duisenberg zog die Konsequenzen. Seine Frau erkrankte, so die offizielle Version - und auch der EZB-Chef war deshalb leider verhindert.

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