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»WIR HABEN DIE BESTE TECHNIK DER WELT«

aus DER SPIEGEL 39/1964

Dreihundert Mädchen in blauen Kitteln beugen angestrengt die schwarzen Bubiköpfe über ihr Arbeitspult. Mit gummibezogenen Fingern schrauben und löten je zwanzig von ihnen das gleiche winzige Teil in Kamera-Gehäuse, angetrieben von einem männlichen Brigadechef. Ab und zu wirft eine der Butterflys hastig den Blick auf ein großes Schild am Kopfende der Werkshalle: Es zeigt das Tagessoll an und die jeweils erreichte Stückzahl.

Wie in den Canon-Kamera-Werken bei Tokio - mit 8500 Beschäftigten den größten der Welt - stehen alle japanischen Fabriksäle unter der knisternden Hochspannung zwischen Soll und Haben. Fast militärisch diszipliniert unterwerfen sich die schmaläugigen Männer und Frauen einem Arbeitstempo, das der Blaujackenschinderei Rotchinas kaum nachsteht.

Aber während der chinesische Papiertiger lendenlahm auf seinen Hinterbeinen hockt, hat Japan den großen Sprung geschafft. Das Inselreich setzt seine nationalen Tugenden für eine Wirtschaftsoffensive ein, mit der bereits tiefe Einbrüche in die Märkte Amerikas und Asiens erzwungen wurden.

Jetzt haben die japanischen Exporteure ein neues Ziel anvisiert: Sie rennen mit verstärkter Macht gegen die zollbewehrte Festung Europa an.

Eine Vorhut ist schon drin. Am 28. April dieses Jahres wurde Japan Mitglied der Wirtschaftsorganisation

OECD, der außer 18 europäischen Industriestaaten die USA und Kanada angehören.

Warennachschub kommt aus modernen Fabriken, in denen im,deutschen Stil der

Jahrhundertwende gewerkelt wird. Ebenso wie damals in Essen die »Kruppianer« oder in Kassel die »Henschelaner«, fühlen sich heute japanische Belegschafiten stolz etwa als Toshiba-, Matsushita- oder Sony-Angehörige.

Ein Schuß von nationalem Pathos schließlich macht aus jedem Unternehmen eine Kampfgruppe, deren Ziel es ist, sich auf dem Weltmarkt für Kaiser und Reich nach besten Kräften zu schlagen. Nachdem die militärische Periode 1945 katastrophal endete, toben sich Japans expansive Kräfte ersatzweise in Produktionsschlachten aus.

Die 8500 Photo-Canoniere von Tokio unterstreichen mit einem Firmenlied, daß ihnen dabei der Rang eines Elitebataillons zukommt. 35 Prozent ihrer Produktion gehen außer Landes; auf Betriebsversammlungen singt deshalb die Canon-Mannschaft mit grimmiger Überzeugung den Refrain:

Die Canon-Kamera ist der Stolz der Welt, und deshalb ist die Welt mit uns, Canon, Conon, Canon-Kamera, wo immer es Kameras gibt, da ist die Canon mit dabei.

Aus der schwarzen Schultracht der Knaben und den altdeutschen blauen Matrosenanzügen der Mädchen schlüpft all-jährlich bienenemsiger Nachwuchs in die Arbeitsuniformen der Industrie, die auch von höchsten Chargen getragen werden. Selbst Vorstandsmitglieder größter Firmen, wie etwa der Stahl- und Schiffbaugruppe Nippon Kokan Co. in Yokohama (Firmenlied: »Wir haben die beste Technik der Welt ..."), kleiden sich tagsüber in Khakiuniformen des Zuschnitts vom River Kwai.

Die Samurai, so ließ sich die »Welt« aus Japan berichten, wurden moderne Manager, die ihre Unternehmen nach soldatischen Prinzipien führen »wie einstmals vielleicht eine Armee«. Und nirgendwo in industrialisierten Breiten läßt sich das Arbeitsheer so willig führen wie in Japan.

Bei der Matsushita Electric Company treten die blauuniformierten weiblichen und die khakigekleideten männlichen Elektriker jeden Morgen an und bringen sich durch Absingen dieses Verses in die rechte Exportkampfstimmung:

Für das neue Japan-Land laßt uns Kraft und Geist vereinen. Laßt die Produktion uns steigern. Endlos sei der Strom der Güter, die der Sturzbach unseres Fleißes bringt den Völkern dieser Erde.

In den Automobilwerken Toyota tönt vor Schichtbeginn der Firmensong von einer Schallplatte. Wieder andere Betriebe ermahnen ihre Arbeiter durch Spruchbänder oder ordnen zur Aufmunterung mehrmals täglich Freiübungen nach der Trillerpfeife an. In einem Lande, wo auch Redakteure Blechmarken in eine Steckuhr schieben - bei der »Japan Times« in Tokio (Motto: »Alle Nachrichten ohne Furcht und

Gunst") -, wird all das gehorsam hingenommen.

Der Bonner Germanist Prof. Dr. Wilhelm Grenzmann beschrieb nach einer mehrjährigen Gastprofessur in Tokio seinen wichtigsten gewonnenen Eindruck so: »Es besteht (in Japan) das allgemeine Bewußtsein, daß es nötig ist, angestrengt zu arbeiten und Entbehrungen zu ertragen.« Mißmutige Gewerkschaftsführer gehen in ihrem Urteil sogar weiter. Danach sind ihre Landsleute im Grunde immer noch erstaunt darüber, daß Arbeit auch entlohnt wird.

Japans Löhne liegen immer noch niedriger als im Westen, aber Asiens wahre Reislohnländer sind heute Hongkong, Pakistan und die Philippinen.

Nach einem Weißbuch der Regierung bezieht ein Industriearbeiter monatlich 247 Mark Lohn und einen Jahresbonus in Höhe von mehreren Monatslöhnen. Tausende von Klein- und Familienbetrieben ohne Tarifverträge und feste Arbeitszeit zahlen noch weniger, einige sogar nur Kost und Logis.

Im Schiffbau ist Japans Vorsprung auf modernste Rationalisierung, aber auch darauf zurückzuführen, daß die japanischen Werftarbeiter Stundenlöhne von zwei Mark im Vergleich zu 3,82 Mark auf deutschen und 4,50 Mark auf englischen Werften erhalten. Canon-Kamerabastler beziehen 400 Mark reinen Monatslohn, ihre Kolleginnen nur 150 Mark.

Die besondere Schlagkraft indes gewinnen Japans Arbeitsbataillone aus den Eigenarten der betrieblichen Gemeinschaft. Wer als 18jähriger eine der Aufnahmeprüfungen renommierter Firmen besteht, bleibt dem Unternehmen meist bis zur Pension, mit 55, treu. Ein Annuitätensystem, das automatische Lohnerhöhungen von jährlich etwa fünf Prozent garantiert, vertieft die Anhänglichkeit.

Wer älter als 30 Jahre ist und die Stellung wechselt, gilt als suspekt. Kontraktbrüche (allein in Westdeutschlands Bergbau jährlich bis zu 40 000) und Fluktuation am Arbeitsmarkt der Inseln sind deshalb gering.

Andererseits geht die betriebliche Fürsorge weit über das Kantinenessen und das Ledigenheim westlicher Großunternehmen hinaus: Bei Canon gibt es eine von den Ehefrauen geschätzte GSH ("Geh schnell heim")-Bewegung, in deren Strichlisten jene Arbeiter geführt werden, die nach Feierabend erst einmal Kneipen und Teehäuser ansteuern. Fabrikant Konosuke Matsushita fördert die innerliche Erbauung seiner Mitarbeiter durch ein FDF ("Frieden durch Fortschritt")-Institut.

Die Art, wie in japanischen Betrieben vor den Chefs die Mützen gezogen werden, macht es verständlich, warum etwa Debatten um die Notwendigkeit von Überstunden unnötig sind. Produktivität, Krankheitsstand und Ausschußquoten stehen damit ebenso in unmittelbarem Zusammenhang wie die Schwäche der meist an den einzelnen Betrieb gebundenen Gewerkschaften.

Japans Regierung weiß die Tugenden ihrer Arbeiterschaft wohl zu schätzen. Sechsmal verwarf Premier Ikedas liberaldemokratische Partei im Reichstag jenen Artikel 87 der Genfer Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der den Arbeitern stärkere Rechte auf gewerkschaftliche Organisation einräumen würde als bisher.

Seit steigende Löhne ihnen einen mäßigen Wohlstand beschert haben und sie, bedarfserweckt, immer süßere Früchte westlicher Zivilisation begehren, tummeln sich Japans khakigelbe Arbeitsbienen emsiger als zuvor.

Ministerpräsident Ikeda, studierter Volkswirt und seit mehreren Jahren Organisator dieser ersten Massenkonsumgesellschaft im Fernen Osten, vergleicht den Erfolg gern mit den Resultaten in Maos Ameisenstaat: »Wir haben eine Bevölkerung von rund 100 Millionen Menschen gegenüber 700 Millionen Rotchinesen, aber unser Lebensstandard ist zehnmal so hoch wie der in China.«

Auch gegenüber seinen industriellen Lehrmeistern im Westen setzte Japan deutliche Erfolgsmarken. Das Inselreich

- baute 1963 die meisten Schiffe der,

Welt (2,37 Millionen Bruttoregistertonnen, vor Westdeutschland mit 0,98 Millionen und England mit 0,94 Millionen Bruttoregistertonnen);

- überflügelte im Juni 1964 Westdeutschlands monatliche Rohstahlproduktion (2,51 Millionen Tonnen gegenüber 2,45 Millionen Tonnen);

- erhöhte sein Sozialprodukt während der letzten fünf Jahre um je 16 Prozent, gegenüber Wachstumsraten von 5,6 Prozent in USA, 5,2 Prozent in England und 8,4 Prozent in Westdeutschland.

Noch 1950 wären solche Erfolge undenkbar erschienen. Nicht zuletzt weil Japans Kaufleute sich mit rüden Praktiken während der dreißiger Jahre selbst in Verruf gebracht hatten. Damals hieß es, Japan schlage auf dem Weltmarkt überwiegend billige Schundware los. Die wenigen hochwertigen Güter aber seien Imitationen westlicher Erzeugnisse.

Ein Lustspielfilm lieferte dafür in den USA noch vor zehn Jahren den Beweis. Wenn der Held in einer Szene des Films vergebens sein Gewehr auf einen heranstürmenden Löwen abdrückte und die Ladehemmung fluchend mit »Made in Japan!« kommentierte, lachte das Publikum verständnisvoll.

Heute wäre der Ausruf witzlos. Durch Qualitätsprodukte und eine Werbekampagne im Werte von einigen Milliarden Mark ist in Amerika das Schund-Image. völlig getilgt.

Als der erste Astronaut des Westens, John Glenn, um die Erde kreiste, filmte er mit einer japanischen Kamera aus der Kapsel. Ganze Schiffsladungen von Kameras, Nähmaschinen, Präzisionsinstrumenten, Kunststoffen, Radio- oder Fernsehgeräten gehen heute über den Pazifik nach den Vereinigten Staaten:

ein Viertel aller japanischen Exporte

überhaupt:

Neben die - im Jahre 1945 aufgelösten, aber bald wiedervereinigten - konservativen Zaibatsu-Konzerne waren nach Kriegsende in Fernost junge Unternehmer mit neuen Ideen getreten. Ein typischer Neuling mit Export-Ambitionen war der einstige Militär-Ingenieur

Masaru Ibuka, heute 56 und Chef der

Sony-Werke. Seine geschäftliche Philosophie bestand in einem einzigen Satz:

»Wir versuchen, aus den Ideen anderer Leute marktfähige Produkte zu machen.«

Ibuka warf sich zunächst auf Tonbandgeräte, wie sie nach dem Kriege in Deutschland und Amerika hergestellt wurden. Er lieh sich solche Geräte von GIs, nahm sie nach alter Väter Sitte auseinander und baute sie schließlich selbst. Nachdem 30 000 Geräte in Schulen abgesetzt worden waren, machte Ibuka die Tonspeicher durch gezielte Werbung

zu einem Massenkonsumartikel. 1952 fuhr er in die USA. Von der Firma Western Electric Company erwarb er die Herstellungsrechte an Transistoren, kleinen Metallteilen mit den Eigenschaften von Radioröhren.

Damals kostete es noch 40 Mark, eines dieser Teilchen herzustellen, und die Amerikaner amüsierten sich über den Lizenznehmer aus Tokio. Ibuka indes witterte die Chance, mit Hilfe der streichholzkopfgroßen Transistoren winzige Batterieradios zu bauen und diese in Massen dort zu verkaufen, wo es keinen elektrischen Strom gibt.

Heute gehören Ibukas kleine Batterieradios zum Inventar von Fellachenzelten wie von Negerkralen. Sony, Matsushita und andere Transistor-Produzenten überschwemmten den Weltmarkt und lehrten die Hersteller konventioneller Röhrenradios das Fürchten. Quakkästen made in Japan eroberten die Freibäder und Badestrände aller Länder. Allein Transistor-Fans der Bundesrepublik kauften 1963 eine Million japanische Geräte.

Ein anderer großer Wurf gelang Ibuka mit den kleinsten tragbaren Fernsehern der Welt. 15 000 dieser Guckkästen mit Durchmessern von 12,7 Zentimetern gehen monatlich nach den USA. Sonys Geschäftsführung in Tokio kann sich mit Recht rühmen, sie sei in Transistor -Radios und tragbaren Klein-TVs international zum »Wegbereiter« geworden.

Um den Erfolgsfaden nicht abreißen zu lassen, kaufte Präsident Ibuka kürzlich der amerikanischen Paramount Pictures eine Lizenz für das Farbfernsehverfahren Chromatron ab. Von den 800 Angehörigen in seinem Forschungsinstitut arbeitet eine halbe Hundertschaft an der Vollendung der Geräte. Bei Sony ist man überzeugt, daß die neuen Farbfernseher billiger und ihre Bilder besser sein werden als alle bisher produzierten.

Ibukas ausländische Lizenzen sind nur einige der etwa 300, die das Industrie- und Handelsministerium (Miti) jährlich genehmigt. 1963 kauften die Japaner allein westdeutschen Firmen 56 technische Verfahren ab. Zu den Lizenzgebern zählten Großunternehmen wie Demag, Rheinstahl, MAN, Bosch oder die Farbwerke Hoechst, aber auch kleinere Betriebe, wie Porsche oder die Heppenheimer Dr. Lehfeldt & Co. GmbH, die den Inseltechnikern das Bohren und Schweißen mit Ultraschall beibrachte.

Alle Lizenznehmer handeln nach dem Sony-Rezept: Wir zerbrechen uns nicht den Kopf über eigene Erfindungen, sondern nehmen die neuesten Entwicklungsverfahren und arbeiten mit ihnen.

Jedes Jahr gaben sie 25 Prozent mehr Geld für Lizenzen und Entwicklungsarbeiten aus als im Jahr zuvor. Am liebsten tüfteln sie praktisch anhand neuer Maschinen und Patente aus, welche verkaufsfähigen. Produkte sich herstellen lassen.

In ihrer gutgläubigen Bewunderung westlicher Technik verhalfen die Japaner oft sogar wenig erprobten Erfindungen zum Durchbruch. Der heutige Mercedes -Chef Hitzinger etwa konnte als Generaldirektor der österreichischen Stahlfirma Vöest das in Linz entwickelte LD -Schmelzverfahren zuerst an die Nippon Kokan Co. in Yokohama verkaufen.

Krupp ging es mit der Alwegbahn ähnlich. In Europa gibt es bisher nur eine kurze Alweg-Strecke bei Turin, dagegen wurden in Fernost inzwischen drei Alweg-Linien in Betrieb genommen: zwei in Erholungsparks, die dritte zwischen dem Flughafen Haneda und Tokio.

Japanischer Schund wird heute allenfalls daheim verkauft: Alle Exportwaren sind in die Güteklassen A, B und C eingestuft; C-Produkten bleibt der Gütestempel für die Ausfuhr versagt.

Die Regierung hält auch alle Fabrikanten an, fremdes Gedankengut ordnungsgemäß zu honorieren. Ein staatliches Patentamt und vier halbstaatliche Musterzentralen für Textilien, Porzellangut, Spielzeug sowie Maschinen und Geräte wachen darüber, daß die alten Patent-Piraten sich nicht auf neue Streifzüge wagen.

Im Design-Center von Osaka beispielsweise sind 1,8 Millionen Stoffmuster registriert. 130 Archivare vergleichen jede neue Anmeldung mit den archivierten Stoffproben. Fast täglich werden einige der Löwenkopf-, Blumen - oder abstrakten Muster als Nachahmungen entlarvt und abgelehnt. Strafen können die Musterzentralen jedoch nicht verhängen.

Dennoch wird durch sie der Gedankendiebstahl schwergemacht, Die Krefelder Seidenspinner GmbH etwa oder die Bielefelder Firma C. A. Delius & Söhne wehrten sich mit Hilfe der Archivare erfolgreich gegen. japanische Stoffdrucker, die noch vor kurzem ihre Muster benutzt hatten.

Premier Ikeda weiß, daß er für sein rohstoffarmes und exportabhängiges Land nur dann im Westen Dauermärkte findet, wenn Japans Industrielle sich an die Usancen ordentlicher Kaufleute halten. Sein Außenministerium belegt durch Zahlen, daß die Verstöße gegen Patentrechte immer seltener werden:

- 76 Fälle im Jahre 1959,

- 29 Fälle 1960,

- 21 Fälle 1961.

Ein Jahr später war die Zahl wieder auf 34 angestiegen, was von den Ministerialräten in Tokio als ein peinlicher Rückfall beklagt wird.

Hajato Ikeda ("Ich bin ein Morgenländer") kennt seine Sünder. Aber er und seine Vorgänger haben tatsächlich einen Wandel der Gepflogenheiten erzwungen.

Einige historische Vorwürfe entpuppten sich überdies als Legende. So gab es in Japan niemals ein Dorf, das Solingen getauft wurde, um unter dem weltbekannten Herkunftszeichen Schneidwaren exportieren zu können.

Den Chancen, die sich ihnen am 31. Breitengrad boten, konnten die gelben Handelsmänner indes nicht widerstehen. Dort liegt ein Städtchen namens Usa. Noch heute geht ein Grienen über die sonst todernsten Gesichter, wenn Exporteure von Produkten aus diesem Ort als »Made in USA« berichten.

Ikeda hält seine Kontrollgesetze für ausreichend. Vor fünf oder zehn Jahren, so räumt er in seinem Amtssitz dem SPIEGEL gegenüber ein, habe es noch Fälle japanischer Handelspiraterie gegeben. Neuerdings aber seien »keine größeren Klagen mehr« laut geworden.

Während seine Mitarbeiter ob des heiklen Themas unruhig auf den Häkelschonbezügen der Sofas hin und her rutschen, nutzt der Premier das Gespräch zu einem Gegenangriff. Den Sünden der Vergangenheit stellt er die Hemmnisse für Japans heutigen Export nach Europa gegenüber. Ikeda vorwurfsvoll: »Die europäischen Nationen betreiben uns gegenüber vielfach eine diskriminierende Importpolitik.«

Bei den Canon-Werken 50 Kilometer außerhalb Tokios ist es ähnlich. Nach den Ursprüngen ihrer Kleinbildkameras gefragt, schwenken Canons Kaufleute zwar nervös die dampfenden Erfrischungstücher wie weiße Fahnen. Aber sie ergeben sich nicht.

Ihr Präsident ist Dr. Takeshi Mitarai, ein Gynäkologe, der als Krankenhauschef mit optischen Instrumenten arbeitete und darüber zum Fabrikanten wurde. 1935 brachte er als erster die japanische 35-Millimeter-Kamera Kwannon("Göttin der Barmherzigkeit") heraus, ein perfektes Ebenbild der legendären deutschen Leica.

Canons Phototechniker erheben Anspruch auf barmherzige Betrachtung dieses Umstandes, weil sie: das Äußere der Leica oder Kwannon für unerheblich erachten.

Eine Kamera, bestehe aus 1500 Teilen; man müsse vor allem wissen, wie diese Teile funktionieren. Und das, so betonen sie triumphierend, habe man auch ohne die Deutschen geschafft. Außerdem habe Leitz niemals offiziell gegen die Kwannon protestiert, was die Granden der deutschen Photozunft in Wetzlar bestätigen.

Frauenarzt Mitarai gab ein Beispiel dafür, was die Adepten mit dem entliehenen Anschauungsmaterial fortgeschrittener Industrien anzufangen wußten. Aus ihren ersten Klickkästen für den inländischen Markt entwickelten sie eine Skala hochwertiger Apparate.

Zudem steuerte Canon vielbestaunte Verbesserungen bei, wie den motorischen Filmtransport, automatische Schärfe - und Entfernungseinstellung oder im eigenen Glaswerk geschliffene Linsen mit Lichtstärken bis zu 1: 0,95. Heute sind in Westdeutschland 25 Canon-Patente registriert und weitere 30 angemeldet.

Mit Methoden, wie Mitarai sie anwandte, hat Japans Photoproduktion die der Bundesrepublik schon lange übertroffen: In Westdeutschland wurden 1981 rund drei Millionen Photoapparate hergestellt; 1963 waren es nur noch 2,5 Millionen Stück. Während die Produktion der Meister absackte, erhöhte sich der Ausstoß bei den Schülern: von 2,4 auf 3,8 Millionen Apparate.

Nach dem Urteil von Fachleuten sind die Spitzenprodukte beider Länder einander ebenbürtig. Kenner unter den Lichtbildnern benutzen gern eine deutsche Kamera, auf die sie japanische Zusatzobjektive schrauben.

Nur gelegentlich klingt zwischen den Optikern des Ostens und des Westens noch merkantiler Schlachtenlärm auf. So mußten sich zuletzt die deutschen Kamerabauer Franke & Heidecke vor einem New Yorker Gericht mit Japans größtem Photo-Exporteur, Yashika, auseinandersetzen. Die Rückfall-Imitatoren hatten Nachahmungen der Braunschweiger Rolleiflex für 59,55 Dollar in Amerika verkauft und damit dem Original (Preis: 133,65 Dollar) hart zugesetzt.

Dr. Mitarai hatte mit der Auswertung der Leica immerhin so lange gewartet, bis die Patente abgelaufen waren. Anders als in Braunschweig hegen denn auch die Altmeister von Wetzlar keinen Groll gegen ihre Epigonen.

Enge Freundschaft besteht sogar zwischen der Yanmar Diesel Engine Co. in Osaka und den Nachfahren Rudolf Diesels. Zwar hatte auch Firmengründer Yamaoka während der zwanziger Jahre sein Portemonnaie geschont und mit dem Nachbau von Dieselmotoren gewartet, bis die Patente erloschen waren. Er zeigte sich aber auf andere Weise dafür erkenntlich, daß Diesels Geistesblitz dem Unternehmen heute enorme Exportgewinne einträgt.

Yamaoka stiftete der Stadt Augs--rg - der Wirkungsstätte des Erfinders - einen Steingarten japanischer Fasson. Und auf dem Werkshof in Osaka steht ein Denkmal des Ideenspenders mit der deutschen Inschrift: »Unsterblich lebt dein Geist weit in den Landen Japans.«

Bei feierlichen Anlässen paradieren die 5000 Werksangehörigen vor Diesels Bildnis und schmettern ihm ihren Firmen-Schlachtgesang in die Bronze -Ohren:

Wir sind Yanmars Hoffnung, sind des Wachstums Kraft, laßt uns vorwärtsstürmen, Arm in Arm mit Macht. Yanmar, Yanmar, Yanmar, Yanmars junge Garde.

Fährt einmal Besuch aus Deutschland durch das Eingangstor, dann salutieren die Khaki-Pförtner besonders zackig und ziehen die schwarzrotgoldene Fahne hoch.

Die Jünger Diesels begnügten sich auf die Dauer nicht damit, den Meister nur nachzuahmen. Nach eigenen Ideen entwickelten sie vielmehr Aggregate, die heute als die kleinsten Dieselmotoren der Welt gepriesen werden.

Beim unvoreingenommenen Hantieren mit der Technik springen in der einstigen Kopieranstalt überhaupt mehr und mehr auch eigene Schöpfungen heraus. Selbstdeutungen wie die, Japans Künstler sähen im Kopieren des Meisters den Sinn allen Strebens, erweisen sich als überholt, wenn nicht als Schutzbehauptungen früherer Patenträuber.

Vizepräsident Matsumoto im Elektrokonzern Matsushita jedenfalls meint: »Wir haben den Punkt erreicht, wo wir in der Lage sind, den westlichen Industrienationen etwas zurückzugeben.«

Hollands Weltfirma Philips etwa-verschmähte nicht, davon zu profitieren. Nachdem ihre Techniker der Matsushita Co. jahrelang fachliche Unterstützung hatten angedeihen lassen, benutzt heute die Philips-Tochter in USA ein Patent, das in Osaka aus Philips-Verfahren weiterentwickelt wurde.

Längst fließt der Lizenzverkehr nicht mehr nur in eine Richtung. In jüngster Zeit vergaben zum Beispiel

- die Stahlfirma Yawata Patent- und Bauzeichnungen für Rundstahlbündelautomaten an die MAN-Tochterfirma Schloemann AG in Düsseldorf;

- die Nissin Electric Company ihre Herstellungsrechte für Hochspannungskondensatoren an die Standard Telephones & Cables Ltd. in England;

- das Unternehmen Suzuki Patente

für schmerzlos arbeitende Zahnmedizin-Geräte an Siemens-Reiniger in Erlangen.

Das eindrucksvollste Reifezeugnis aus dem Westen jedoch wurde dem Sony -Konzern zuteil. Es zeigte sich damit aber auch, daß sich die Handelssünden der Väter an den Söhnen Nippons rächen.

Im November 1961 stießen Sonys Agenten plötzlich auf ein Taschenradio der britischen Firma Radio & Allied Industries Ltd., das dem Sony-Batteriegerät TR-620 recht ähnlich sah. Damals reagierte man in Tokio noch moderiert entrüstet.

Flammende Empörung erfaßte die Pfadfinder des Transistor-Geschäfts erst, als ihnen unlängst auf dem Weltmarkt haargenaue Imitationen von zwei ihrer besten Verkaufsschlager unter die Augen kamen. Präsident Ibuka schickte Detektive aus, und bald danach waren die Frevler aufgespürt:

Die Mailänder Firma GBC-Electronica hatte sich an dem Sony-Modell Seven Transistor vergriffen und Fabrikant Juan Cahué aus Barcelona einen anderen Radiotyp kopiert.

Die Imitation der Imitatoren schreitet fort. Zur Zeit fahnden Ibukas Häscher nach jenem listenreichen Produzenten, der sein Transistor-Radio »Sonny« nennt und durch ein Lederriemchen des Etuis das zweite »n« verschwinden läßt. Verdächtig ist selbst Mao: Auch Rotchina imitiert.

Angesichts solcher Zeichen haben es die Fabrikanten des Abendlandes aufgegeben, die Konkurrenzprodukte als minderwertig hinzustellen. Über Versandhandelsgeschäfte beispielsweise kauften Deutschlands Frauen erste japanische Nähmaschinen und probierten sie aus. Heute stammt jede dritte neue Nähmaschine in Haushalten der Bundesrepublik aus Fernost.

Auch in dieser Produktionssparte hat die gelbe Konkurrenz sich enorm nach vorn gebracht: Japan produzierte 1963 drei Millionen Haushaltsnähmaschinen, Westdeutschland nur noch 400 000.

Unter dem Druck der Übermacht liefen die ersten Firmen schon zum Feind über. Die traditionsreiche Pfaff AG baut gemeinsam mit der japanischen Firma Janome bei Karlsruhe ein Montagewerk. Aus deutschen Gußstücken und lohnintensiven japanischen Teilen sollen dort Nähmaschinen der unteren Preisklasse hergestellt werden. Als nächste verbündeten sich Kochs Adlernähmaschinen Werke AG mit den Gegnern von einst.

Gerührt darüber, zeigten sich die Japaner friedfertig. Sie versprachen, sie würden die bevorstehende Freigabe aller Nähmaschinen-Importe am 1. Januar 1965 nicht dazu benutzen, der angeschlagenen Konkurrenz - von zwanzig deutschen Nähmaschinenfirmen blieben nur sechs übrig - den Todesstoß zu versetzen. In einem privaten Abkommen verpflichteten sie sich, pro Jahr nicht mehr als 45 000 Nähmaschinen und 30 000 Strickmaschinen auf den westdeutschen Markt zu werfen.

Skeptiker, die das Judo-Rezept »Siegen durch Nachgeben« kennen, warnen vor allzu großen Hoffnungen. Wenn die fernöstlichen Nähmaschinen-Invasoren sich erst einmal des Vertriebsnetzes in der Bundesrepublik bemächtigt hätten, so lautet der Verdacht, würden sie sehr bald den ganzen Markt von innen her aufrollen.

Auch Japans Uhrenfabriken sind heute ebenso modern ausgerüstet wie die in Westdeutschland oder der Schweiz und liefern einwandfreie Produkte. Immer mehr europäische Hersteller gehen deshalb dazu über, Uhrenteile preiswert in Japan einzukaufen und sie in ihre Zeitmesser einzubauen.

Das Volkswagenwerk, Daimler-Benz und Ford erwägen, in Japan Autofedern, Räder, Stoßdämpfer und Vergaser einzukaufen.

Sogar auf dem Schlachtfeld der Photographie sind sich die Kampfverbände erstmals auf Rufweite nähergekommen. 15 europäische Firmen, darunter alle namhaften deutschen, einigten sich mit ihren Kollegen von Canon, Yashika und anderen in Japan. Sie produzieren seit kurzem nach demselben Patent sogenannte Rapid-Kameras und die dafür einheitlich genormten Filme.

Hajato Ikeda, von dem de Gaulle geringschätzig meinte, er sei sicher ein guter Transistor-Kaufmann, hat inzwischen die Einfuhr seines Landes zu 94,5 Prozent liberalisiert. Er will damit ebenso die Bestimmungen der OECD erfüllen wie den Westeuropäern den Kummer über Japans Warenansturm vertreiben.

Für 1968 hat Ikeda der Industrie das Exportziel von 40 Milliarden Mark gesetzt, 1963 wurden erst für 22 Milliarden Mark Waren ausgeführt. Im Tokioter Wirtschaftsministerium macht man kein Hehl daraus, daß der größte Teil der zusätzlichen Exporte von Europa verkraftet werden soll*.

In den Bereitstellungsräumen der Industrie werden mit Hochdruck jene Produkte vorbereitet, die der Offensive nachhaltigen Schwung verleihen sollen. Sonys Exportschlager der Zukunft ist der Videocorder, ein Bildspeichergerät, mit dem man jede TV-Sendung

aufzeichnen und beliebig oft im eigenen Heimkino wiedergeben kann. Amerikanische Konservierapparate dieser Art haben noch die Ausmaße von kleiderschränken. Sonys dagegen sind kaum größer als normale Fernsehgeräte. Sie werden schon in kleiner Serie produziert. Pfadfinder Ibuka will den Preis auf wenige tausend Mark reduzieren und aus dem Recorder einen Massenartikel machen, wie es das Tonbandgerät geworden ist.

Ebenso zielstrebig schuften die Sony -Techniker an ihrem Chromatron-Farbfernseher. Von den sieben TV-Programmen Tokios laufen schon jetzt zwei farbig und flimmern bei Sony täglich über die Versuchsgeräte. Bis sich Europas Fernsehanstalten über das Farbfernsehen geeinigt haben, will Sony auch das Farbgerät zum preiswerten Massenexportartikel entwickelt haben. Japans Mitsubishi-Konzern verkauft bereits einen Farbfernseher für 920 Mark.

Die Firmen Toshiba (Lied: »Toshiba, Toshiba über alles ...") und Matsushita demonstrieren den hohen Stand ihrer einschlägigen Produktion mit TV-Kleinempfängern, die das gegenseitige Fernsehen von Gesprächspartnern am Telephon ermöglichen.

Die Attacke auf die Wohlstandsgründe Westeuropas kommt auch aus der Luft: Japans halbstaatliche Flugzeugfabrik Nihon hat als erste Maschine nach dem Krieg die YS-11 herausgebracht. Bis 1970 sollen wenigstens 150 davon produziert und möglichst viele ins Ausland geliefert werden.

An der Fertigung des Turboprop -Flugzeugs für 60 Passagiere sind Ingenieure beteiligt, die im Zweiten Weltkrieg Japans berühmtes Kampfflugzeug Zero bauten. Nihon-Boß Shoda sagt: »Ich bin überzeugt, daß die YS-11 einer unserer besten Devisenbringer wird.«

Obwohl ihre Fahrzeuge noch schwer, langsam und teuer sind, rechnen sich auch die Autofabrikanten Chancen in Europa aus.

Sie gelten keineswegs als Neulinge in der Branche, sondern haben, ähnlich wie der größte Motorrad-Exporteur der Welt, Honda, ihre eigene Tradition. Die Nissan Motor Company baut seit 1932 Personenwagen. Die Firma Toyota ließ 1935 ihren ersten Pkw - ein Gefährt mit BMW -Gesicht - von einem Schinto-Priester segnen.

Dennoch blieb die Ausfuhr unbedeutend, und auch 1955 gingen erst wieder zwei, ein Jahr später 46 Personenkraftwagen außer Landes.

Im vergangenen Jahr waren es bereits 36 000 Pkw, und inzwischen haben Japans Automobilisten Brückenköpfe in der EWG und Efta aufgebaut. Seit fünf Monaten liefert Toyota Personenkraftwagen nach Holland. Nissan -Fahrzeuge sind in Norwegen, Finnland, Griechenland und der Türkei auf dem Vormarsch.

Die Masse ihrer Viersitzer bietet nur Insassen mit einheimischen Körpermaßen ausreichenden Platz. Japans Autolenker zwischen 30 und 50 Jahren sind durchschnittlich 160,9 Zentimeter groß und wiegen 56 Kilogramm. Selbst die nachwachsende Generation der Zwanzigjährigen hat erst 163,5 Zentimeter (Männer) und 152,1 Zentimeter (Frauen) erreicht.

Schon deshalb sind für Europas Langbeiner die größeren Wagen interessanter als die vielen japanischen Leukoplastbomber. Zu den Spitzenprodukten, die Kurs auf Europa nehmen sollen, gehören der Sechszylinderwagen Gloria 6 (zwei Liter und 106 PS) der Prince Motors, Ltd., der viertürige Cedric Special (2,8 Liter und 118 PS) von Nissan sowie der Vierzylinderwagen Crown deluxe (1,9 Liter und 95 PS) von Toyota. Alle drei Fahrzeuge sind mit maximal 155 Stundenkilometer vorerst nicht schneller als Europas Mittelklassewagen, und ihre Preise liegen abschreckend hoch:

- der Cedric Special von Nissan kostet

14 985 Mark;

- der Crown deluxe von Toyota 10 656

Mark;

- die Gloria 6 von Prince Motors 10 224 Mark.

Automobilbauer in Tokio und Nagoya räumen jedoch ein, daß in ihren Preisen noch viel Luft steckt. Fachleute schätzen, daß bei größeren Serien Abstriche bis etwa um ein Drittel möglich werden.

Die Geschäftsleitung von Toyota glaubt fest an künftige Exporterfolge. Am Fuße des Fudschijama läßt sie zur Zeit Japans größte Automobilfabrik mit der für westliche Verhältnisse mäßigen monatlichen Kapazität von 30 000 Fahrzeugen aufbauen. Toyotas Arbeiter aber singen schon heute siegessicher: Die Räder der Autos, die wir bauen, drehen sich schneller rund und rund, werden weit hinter den Horizont schauen überall auf dem Erdenrund.

Die Samurai der Wirtschaft sind krampfhaft bestrebt, das Arbeitsethos und die Genügsamkeit ihrer Gefolgsleute in die Vollbeschäftigung hinüberzuretten, während sie selbst sich zu Meistern moderner Produktionsverfahren und fortschrittlichen Marketings entwickeln. Ikedas konservatives Kabinett, das die Asienpolitik den Amerikanern überläßt, und eine relativ hilflose Oppositions- und Gewerkschaftsführung geben den Rahmen für das Idyll des Bienenstaates im Fernen Osten ab.

Der allgemeine Einkommenszuwachs wird vor allem so bemessen, wie es der Ausfuhr frommt: Massenverbrauch soll die Kostengrundlage für den Massenexport sein.

Japans privater Konsum ist mit 53 Prozent des Bruttosozialprodukts der niedrigste aller Industrienationen, die Investitionsquote dagegen mit 37 Prozent (Westdeutschland: 27 Prozent) die höchste.

Je länger den gelben Managern das Kunststück gelingt, Japans Tugenden der Genügsamkeit und Dienstbarkeit trotz aller Fährnisse einer modernen Konsumgesellschaft zur erhalten, desto mehr werden Westeuropas Fabrikanten unter der aufgehenden Exportsonne schwitzen müssen.

* Am japanischen Außenhandel waren 1963 die USA mit 27,6 Prozent, die EWG-Länder hingegen nur mit 6,1 und die Staaten der Efta mit fünf Prozent beteiligt.

Arbeiterinnen in den Matsushita-Electric-Werken: »Endlos sei der Strom der Güter, die der Sturzbach unseres Fleißes ...

... bringt den Völkern dieser Erde": Japan-Importe in Hamburg

Exportartikel Turboprop-Maschine YS-11, größter Mehrzwecktanker der Welt (70 000 BRT): Vom Westen was Neues

Tokioter Alwegbahn

Im Osten ausprobiert

Sony-Original, spanische Nachahmung

Nach dem Beispiel der Väter ...

Sony-Chef Ibuka

...werden Japans Produkte ...

Italienische Nachahmung, Sony-Original

... heute im Ausland imitiert.

Japan-Nutznießer Glenn, Hitzinger: Nippon-Kamera im Weltraum

Canon-Chef Mitarai

Aus der Klinik in die Optik

Gymnastik in der Fabrikhalle: Vom Samurai zur Arbeitsbiene

Toyotas Crown deluxe, Prince Motors Gloria 6: in den Bereitstellungsräumen der japanischen Industrie ... Japanisches Fernseh-Telephon

Wunderwaffen zum Angriff auf Europa

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