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ORTSGESPRÄCHE Wo ist der Wettbewerb?

aus DER SPIEGEL 7/1999

Für den größten Teil der Deutschen wird das Telefonieren im Citybereich vorerst kaum billiger. Zwar wollen Arcor (Mannesmann-Konzern) und Otelo (RWE/Veba) ihre Dienste in bis zu zehn Großstädten anbieten und die Kunden mit Minutenpreisen zwischen fünf und neun Pfennig ködern. Doch die Angebote werden gekoppelt an umfangreiche Dienstleistungspakete wie ISDN und Internet-Zugang, die bei einer monatlichen Grundgebühr von etwa 45 Mark nur für Firmen und fleißige Vieltelefonierer interessant sind. Das ist die Konsequenz aus dem hohen Mietpreis von monatlich 25,40 Mark, den die Telekom von ihren Konkurrenten für die Überlassung des sogenannten Teilnehmeranschlusses kassieren kann. Arcor will deshalb die »wettbewerbsfeindliche Preisvorgabe der Regulierungsbehörde« gerichtlich überprüfen lassen. Am weitesten wagt sich Mobilcom-Chef Gerhard Schmid vor: Er will in 26 Städten mit der Telekom konkurrieren und lockt mit kostenlosen Ortsgesprächen. Die gelten aber nur für Mobilcom-Kunden untereinander - alle anderen Gespräche kosten 9,5 Pfennig pro Minute und sind damit bis zu dreimal so teuer wie der heutige Minutenpreis der Telekom.

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