Zur Ausgabe
Artikel 67 / 72
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Wolfgang Joop

aus DER SPIEGEL 29/1985

Wolfgang Joop, 40, Couturier aus Hamburg, versucht als Gastdozent an der Berliner Hochschule der Künste zukünftigen Kollegen den wissenschaftlichen Unterbau seiner Kunst zu vermitteln. Vier Tage pro Monat lebt er aus einem Koffer in Berlin und schickt seine Studenten mit Sofortbildkameras auf die Straßen. Damit sollen sie festhalten, was der Alltag an Inspirationen für den Modemacher bietet: »Wir können doch auch von den jungen Leuten lernen, die mit billigsten Mitteln sehr modisch aussehen.« Joops Ziel: Ein »deutscher Stil«, der sich etwa an den Jungen Wilden orientieren sollte. Auf der Suche danach findet auch eine vor kurzem in Frankreich wiedergeborene Idee Gnade vor den Augen des Modemachers: Röcke für Männer. Für den SPIEGEL skizzierte Joop ("Ich würde selbst keinen Rock tragen, aber ich bewundere Männer, die den Mut aufbringen") in Wort und Bild seine Vorstellungen vom Stoffwechsel: »Der kritische Blick 'Wie ist mein Bein geformt?' sollte über die Länge des Rocksaums entscheiden.«

Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 67 / 72
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.