Zur Ausgabe
Artikel 145 / 151
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Wolfgang Schrempp

aus DER SPIEGEL 45/2000

Wolfgang Schrempp, 51, Italien-Präsident des deutsch-amerikanischen DaimlerChrysler-Konzerns in Rom, öffnet der Wirtschaft himmlische Pforten: Erstmals darf ein Automulti in Rom einen Gottesdienst finanzieren. Damit zieht das bislang eher auf profane Sport-, Gesangs- oder Tanzdarbietungen orientierte »Sponsoring« nun in das Sakrale ein. Zur »Feierlichen Eucharistischen Konzelebration« des päpstlichen Oberkulturbeauftragten, Kardinal Paul Poupard, am 29. November in der Basilika San Paolo Fuori le Mura, spendiert der von Schrempps großem Bruder geführte Autogigant das Rahmenprogramm: Die Dresdner Staatskapelle unter Giuseppe Sinopoli spielt das Mozart-Requiem. Im Gegenzug darf der Finanzier dezente Werbung für seine Firma machen, deren Spitzenprodukt traditionell mit einem Stern verziert, mithin schon immer himmelwärts orientiert war.

Zur Ausgabe
Artikel 145 / 151
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.