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Yuan Weijing

aus DER SPIEGEL 36/2007

Yuan Weijing , 31, Frau des Bürgerrechtlers Chen Guangcheng, 35, wurde erneut Opfer der Repression in China. Polizisten in Zivil hinderten die Englischlehrerin auf dem Pekinger Flughafen daran, nach Manila zu fliegen. Auf den Philippinen sollte sie einen Menschenrechtspreis für ihren blinden Ehemann Chen entgegennehmen, der im Gefängnis sitzt. Obwohl Yuan einen gültigen Pass besitzt, transportierten Beamte die junge Mutter gewaltsam in ihre Heimatprovinz Shandong zurück. Der Magsaysay-Preis, mit dem Chen ausgezeichnet worden ist, gilt als Asiens Nobelpreis. Der juristische Autodidakt hatte gegen Zwangsabtreibungen bei Frauen, die angeblich gegen die Ein-Kind-Politik verstießen, protestiert. Im August 2006 wurde er wegen »Sachbeschädigung und Aufwiegelns einer Menschenmenge zur Störung des Verkehrs« zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt. Obwohl auch Yuan ständig von der Staatssicherheit schikaniert und beschattet wird, war es ihr zunächst gelungen, unbemerkt nach Peking zu reisen. »Ich weiß nicht, warum sie mich gekidnappt haben. Ich sollte ein freier Mensch sein«, erklärte sie nach ihrer Rückkehr.

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