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TERRORFOLGEN Zerreißprobe in der PDS

aus DER SPIEGEL 39/2001

Nach den Anschlägen in den USA droht der PDS eine Zerreißprobe. Führende Realos wollen mit Sektierern in den eigenen Reihen abrechnen - vor allem in Hamburg. Die dortigen Genossen hatten die Terrorattacken auf einem Flugblatt mit dem Slogan »Sowas kommt von sowas« kommentiert. Wer so denke, zürnten PDS-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch und PDS-Fraktionschef Roland Claus, habe »nichts in der PDS zu suchen«. Die PDS-Fraktionsvorsitzende in Magdeburg, Petra Sitte, fordert Ausschluss oder Auflösung des Hamburger Verbandes. Dazu könnte es schon auf dem Parteitag in zwei Wochen in Dresden kommen. Dort will die PDS-Spitze für mehr Realismus in der Partei werben. Thomas Falkner, in der PDS-Zentrale für Grundsatzfragen zuständig, meint: »Wir müssen für eine neue Sicherheitsarchitektur unsere Haltung zu Uno, Nato, Bundeswehr und Geheimdiensten überprüfen.« Noch lehnt die PDS offziell jegliches Militär sowie Geheimdienste ab.

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