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Zielgruppe verfehlt

aus DER SPIEGEL 7/1991

Der Bundesrechnungshof kritisiert die Finanzpraxis der renommierten Deutschen Atlantischen Gesellschaft und der Gesellschaft für Wehrkunde. Darin haben sich Politiker und Fachleute zusammengeschlossen, um die Öffentlichkeit über die Verteidigungspolitik zu informieren. Die Vereinigungen erhalten je eine halbe Million als »institutionelle Förderung« vom Bundespresseamt. Der Rechnungshof rügt, die Atlantik-Gesellschaft bediene »namentlich bekannte Interessenten«, denen die Ziele der Nato bereits vertraut sind. Außenstehende und Jugendliche würden nicht erreicht. 51 Prozent ihrer Mittel verwende die Gesellschaft für ihre »allgemeine Verwaltung«. Pikiert notierten die Rechnungsprüfer, daß 20 Prozent der Mittel für »die Bewirtung von Veranstaltungsteilnehmern« draufgegangen seien. Der Gesellschaft für Wehrkunde halten die Prüfer vor, fast die Hälfte ihrer geförderten Veranstaltungen hätten »thematisch die Zielsetzung einer verteidigungs- und sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit verfehlt«.

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