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CHRISTDEMOKRATEN Zukunft mit Kohl

aus DER SPIEGEL 47/1998

Sich aus der ersten Reihe der Politik zurückzuziehen, damit hat Helmut Kohl Mühe. Erst nachdem ihm CDU/CSU-Fraktionschef Wolfgang Schäuble eindringlich zugeredet hatte, nahm der ehemalige Bundeskanzler am vorigen Dienstag im Parlament einen Sitzplatz in der zweiten Reihe der Unionsfraktion ein. Wie bei der Wahl Gerhard Schröders zum neuen Kanzler wollte Kohl sich die Regierungserklärung seines Nachfolgers gleich ganz vorn neben Schäuble anhören. Dort gehört aber nach Ansicht des Fraktionschefs sein Vertrauter und Parlamentarischer Geschäftsführer Hans-Peter Repnik hin.

Auch in der Partei möchte Kohl seinem Nachfolger Schäuble das Feld nicht völlig überlassen. Gleich zweimal kündigte der ehemalige Parteivorsitzende in den letzten Wochen im Bundesvorstand eine Klausurtagung für das kommende Jahr an, auf der die »Zukunft der CDU« beredet werden solle.

Dazu würden »doch sicher«, so Helmut Kohl zu den verdutzten CDU-Führern, der neue »und der alte Vorstand« eingeladen.

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