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Zukunftsminister Strauß?

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aus DER SPIEGEL 6/1986

In der Münchner CSU-Spitze wird dem Parteichef Franz Josef Strauß derzeit wachsende Neigung nachgesagt, 1987 das Amt des bayrischen Ministerpräsidenten mit einem Bonner Kabinettsposten zu vertauschen. Seine Überlegungen zielten auf mehr Einfluß und Profil der CSU in Bonn. Die könnten sich weiter verringern, wenn Strauß auch künftig dabei bleibt, von München aus über Fehler Helmut Kohls zu räsonieren, die CSU-Bundesminister aber letztlich die Politik des CDU-Kanzlers mitmachen. Es müsse auch nicht mehr, heißt es in der CSU-Landesleitung, unbedingt das Auswärtige Amt oder das Wirtschaftsministerium für Strauß freigemacht werden. Dem CSU-Boss, der einst als Atomminister der deutschen Kernkraftindustrie auf die Sprünge geholfen hat, gefiele auch ein neues Ministerium für Zukunftsaufgaben, dessen Kern das bisherige Forschungsressort bilden sollte. Besonderen Reiz hätten für Strauß die Milliardenbeträge dieses Hauses für Forschungsförderung. Strauß' Nachfolger als Ministerpräsident sollte dann Gerold Tandler werden.

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