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Zuwenig Pillen

aus DER SPIEGEL 5/1979

In der Volksrepublik Polen sind wichtige Medikamente knapp. Von den 2300 zugelassenen Arzneimitteln, darunter 300 ausländischen, gibt es 570 nur selten oder überhaupt nicht: Antibiotika und Herzmittel etwa, Hormonpräparate und Zytostatika, Vitamine und Calciumpräparate, Mittel gegen Asthma und Pilzerkrankungen, Infusionsflüssigkeiten und Salben, aber auch Verbandszeug, Wegwerfspritzen oder chirurgische Gummi-Handschuhe sind kaum zu kriegen. »Wir befinden uns auf dem Weg zum Niveau der Dritten Welt«, warnt in einem offenen Brief an Gesundheitsminister Marian Sliwinski das oppositionelle »Komitee zur gesellschaftlichen Selbstverteidigung« (KOR). Aus der Medikamentenkrise sollen jetzt -- so der Vorschlag der Bürgerrechtler -- Spendenaufrufe an die über zehn Millionen Auslandspolen helfen.

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