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Zwei deutsche Armeen

aus DER SPIEGEL 24/1994

standen sich mehr als 30 Jahre lang feindselig gegenüber, um im Ernstfall aufeinander zu schießen. Beide galten bei ihren Bündnispartnern als besonders gut gerüstet und zuverlässig. Mit der Vereinigung ging die Befehlsgewalt über die NVA an die Bundeswehr über. Die übernahm - Stand 1993 - 11 800 von 175 000 Soldaten, darunter 3000 Offiziere und verschrottete NVA-Kriegsgerät. Ein Fall von geglückter Abwicklung, urteilt der Berliner Schriftsteller Peter Schneider, 54, der die Auflösung der NVA für den SPIEGEL rekonstruiert. Denn die Integration in die Bundeswehr war nicht nur psychologisch heikel - einige Regimentskommandeure der NVA hatten offen gedroht, sie verfügten über genügend Waffen und Munition, um sich wehren zu können.

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