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Briefe

Zweimal gemolken
aus DER SPIEGEL 31/1994

Zweimal gemolken

(Nr. 29/1994, Automobile: Rostfraß bringt Opel in Verruf)

Auf die Frage nach einem Mietwagen, mit dem ich auch Tschechien befahren darf, bot man mir ausdrücklich nur einen Opel Astra oder Opel Vectra an, auf keinen Fall aber einen VW Polo oder Golf oder ein vergleichbares anderes Markenfabrikat. »Die werden dort alle geklaut - Opel nicht.« *UNTERSCHRIFT: Fulda HEINRICH MAYER

Mein weißer Opel Omega (Baujahr 1993) zeigt an vielen Schweißnähten Rost. Ich möchte gar nicht wissen, wie es in den Hohlräumen aussieht. Mein freundlicher Opel-Händler hat aber einen guten Rat für solche (ihm nicht unbekannten) Fälle: »Sie haben selbst schuld, man kauft doch einen Opel nicht in Weiß! Den nächsten in 'ner dunklen Farbe kaufen.« *UNTERSCHRIFT: Schneverdingen (Nieders.) WOLFGANG BERNDT

Vorzeitiger Rost ist nicht die einzige unangenehme Überraschung für Opel-Fahrer. Reihenweise fällt bei den kleinen Vierzylindern, wie mir der ADAC bestätigt, das normalerweise völlig verschleißfreie elektronische Steuergerät aus, nachdem dessen Produktion von Deutschland nach Singapur verlagert wurde. Die ersten defekten Geräte wurden noch auf Garantie getauscht, dann gab es gnädig Kulanz, und wer das Pech hatte, daß der Elektronikschrott mühsam drei Jahre hielt, der durfte die Opel-Kasse mit 1100 Mark aufbessern. Durch fehlerhafte Produktion kann ein Kunde also gleich zweimal gemolken werden. *UNTERSCHRIFT: Aub (Bayern) HANS STENZEL *BEILAGE: Eine Teilauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe enthält eine Beilage der Lotterie-Einnahme Wessel / Nordwestdt. Klassenlotterie, Herford.

Einer Teilauflage dieser SPIEGEL-Ausgabe ist ein Prospektbeikleber der Firma Microsoft, Unterschleißheim, beigeklebt.

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