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Eine Woche "Shutdown light" Das große Vermissen

Das Leben in Deutschland ist wieder heruntergefahren. Diese Bilder zeigen, wie die Menschen mit den Maßnahmen umgehen – und was von Städten bleibt, wenn die Bewohner sich zurückziehen.
Von Nike Laurenz
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Wenn alles still ist, aber eine wacht – dann ist das in diesen Tagen womöglich die Berliner Volksbühne. Hat sich die Nacht über Deutschlands Hauptstadt gelegt, leuchtet es hell am Rosa-Luxemburg-Platz, und manch einem Spaziergänger mögen diese Gedanken kommen: Da war doch was, da ist noch wer, da ist das gesellschaftliche Leben, die Kultur, die Kunst, die jetzt besonders fehlen. Neue Maßnahmen der Bundesregierung greifen seit Anfang November – vieles in Deutschland steht wieder still.

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Selbst am helllichten Tag, selbst an Ort und Stelle der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit, die Deutschland zu bieten hat: die fast totale Leere. In der Öffentlichkeit dürfen sich in diesem November nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen – maximal zehn Personen. Zudem werden die Menschen angehalten, Kontakte jenseits des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

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Der "Shutdown light", wie er häufig genannt wird, weil es uns eben immer noch besser ergeht als etwa den Franzosen, dürfte Teile der Wirtschaft hart treffen – darunter womöglich die Gastronomie im Berliner Nikolaiviertel. Auch wenn es für Unternehmen einen finanziellen Ausgleich gibt und Schulen und Kitas offen bleiben. Was vielen Eltern immerhin erlaubt, weiter zu arbeiten.

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In Düsseldorf erinnern Hinweisschilder wie diese die Menschen an eine Regel: Maske tragen ist Pflicht, von 10 bis 19 Uhr. Shoppen geht noch, während die meisten Freizeitbetriebe bis mindestens Ende des Monats geschlossen bleiben, Schwimmbäder und Fitnessstudios zum Beispiel.

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Oder auswärts essen gehen, auch das ist in Deutschland gerade nahezu unmöglich. Restaurants, wie dieses in Bonn, haben zu – und jetzt, wo es draußen ungemütlicher wird, muss man sich überlegen: Holen wir wirklich was to go, oder bleiben wir gleich ganz zu Hause?

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Und mancherorts fällt auch diese Entscheidung: Die Maske wird jetzt auch draußen getragen.

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Und in Köln? Da sind diese beiden damit beschäftigt, Fahrradanhänger mit mahnenden Botschaften durch die Stadt zu fahren. Aber wer ist überhaupt da, um sie zu beachten?

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Und wenn Sie sich jetzt fragen, wo all die Urlauber hin sind, dann können wir Ihnen sagen: Die haben das Seebad Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern verlassen. Am 5. November mussten auch die letzten Übernachtungsgäste abreisen.

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Vielerorts, wie hier in Leipzig, bilden sich jetzt wieder Schlangen. Ein friedliches, einvernehmliches Warten an immer kälter werdenden Tagen. Ein gemeinsames Vermissen – und Freuen auf die Zeit, in der sich einfach so, ohne Pandemie, ohne Maske, ohne Ansteckungsgefahr, die Drogerie betreten lässt.

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Anstehen muss man auch beim Abendmahl im Kölner Dom. Immerhin: Gottesdienste sind noch erlaubt – auch hier gelten aber natürlich die AHA-Regeln.

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Und weil es auch in diesem "leichten Shutdown" leider wieder einmal Menschen gibt, die das einfach nicht schaffen wollen: sich an die Regeln halten, mitdenken, mithelfen – sind, wie hier in Dortmund, Bundespolizisten unterwegs, um zu kontrollieren.

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In ganz Deutschland sollen Tausende Beamte, mobilisiert vom Innenministerium, auf Flughäfen, an den Landesgrenzen, aber auch in Zügen und auf öffentlichen Plätzen die Einhaltung der neuen Schutzmaßnahmen durchsetzen. Hier: Wolfsburg.

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Einkaufen in Duisburgs Fußgängerzone. Dass Menschen dabei Maske tragen, auch draußen, ist inzwischen ein ganz normales Bild.

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Träumen Sie... oder ist das hier einfach ein "Shutdown light"-Tag in Frankfurt, unterbrochen von ein paar Seifenblasen, die für einen kurzen Augenblick von der Wirklichkeit ablenken?

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Auf dem Viktualienmarkt in München ist auch nicht mehr viel los.

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Zurück in Berlin. Es wird schneller dunkel in diesen Tagen, aber es leuchtet auch etwas, diese Boxen vor dem Yorck Kino zum Beispiel. Hinten, auf der Fassade, steht geschrieben: "Ohne Kunst und Kultur wird's still."

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