Vater, Mutter, Kind: Haben wir uns geborgen gefühlt?
Vater, Mutter, Kind: Haben wir uns geborgen gefühlt?
Foto: LÊMRICH / DER SPIEGEL

Erwachsener Umgang mit den Eltern Wie alt sind Sie wirklich?

Kinder unserer Eltern bleiben wir lebenslang. Die Beziehung muss mit den Jahren reifen – doch oft hindern uns alte Muster daran. Das Trainingsprogramm von SPIEGEL WISSEN hilft, das Miteinander souverän zu gestalten.
Von Anne Otto

»Warum kommst du so selten vorbei?«, »Wieso ist es bei euch so unordentlich?« Es sind solche Sätze, die immer noch aufregen. Denn in der Kommunikation mit den Eltern fallen auch gestandene Mitdreißiger oder Endvierziger ab und zu durch einen Zeittunnel, fühlen sich beim Sonntagskaffee plötzlich wie hilflose Kinder oder renitente Teenager.

Kein Wunder, denn im Kontakt mit den Eltern schwingt stets die ganze gemeinsame Geschichte mit. Haben wir uns geborgen gefühlt? Hat es an Anerkennung gefehlt? Fühlten wir uns gesehen?

Als Erwachsene sind wir jedoch souverän, können alte Muster und ewigen Groll hinterfragen oder hinter uns lassen – wenn wir uns diese bewusst machen. »Es geht im Kontakt darum, mit den Eltern in den unterschiedlichen Lebensphasen eine stimmige Verbindung zu finden und dennoch eigenständig zu handeln«, sagt Petra van Husen, pädagogische Leiterin der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld, Expertin für die Themen Familie und Senioren.

SPIEGEL WISSEN 2/2022

Eltern
Wie die erste Beziehung unser Leben prägt

Selbsttest: Bin ich wirklich erwachsen?
Konflikte: Wenn Kinder den Kontakt abbrechen
Psychologie: So gelingen stabile Bindungen

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Für erwachsene Kinder ist hilfreich, die Begegnung selbstverantwortlich zu gestalten – egal ob diese eher innig oder distanziert-sachlich ausfällt. Je nach Lebensphase kann sich Nähe und Abstand in der Eltern-Kinder-Beziehung verändern, zum Beispiel, wenn alte Eltern hilfsbedürftig werden und mehr Zuspruch brauchen.

Schuldgefühle klären

Gemeinsam mit der Autorin Anne Otto hat Petra van Husen für SPIEGEL WISSEN ein kostenloses, achtwöchiges Coaching entwickelt, mit dem Sie üben, Ihren Eltern mehr auf Augenhöhe zu begegnen als bisher – und auch deshalb besser wahrzunehmen, was sich in der Beziehung verändert und was beide Seiten brauchen. Dabei hilft es beispielsweise, die Eltern mit mehr Distanz zu betrachten, Schuldgefühle zu klären und sich zu erlauben, Vater und Mutter gelegentlich auch mal zu enttäuschen. In acht einfachen Schritten lernen Sie, Ihren Eltern erwachsener zu begegnen – egal ob beim Gespräch über Pflegestufen oder unterm Weihnachtsbaum.

Sie haben Interesse, bei dem Coaching für einen erwachseneren Umgang mit den Eltern mitzumachen? Die Übungen und Einheiten werden jeweils freitags per Mail verschickt. Hier können sei sich für das kostenlose Training registrieren.

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