Lob und Kritik Wie wir mit Feedback besser umgehen können

Täglich bekommen wir Rückmeldungen – mal positiv, mal negativ und meist ungefragt. Wir können uns davor nicht schützen, aber lernen, damit umzugehen. Was hilft, erklärt Autorin Theresa Maxeiner.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Es vergeht eigentlich kein Tag, ohne dass wir irgendwelches Feedback bekommen: Wenn der Kollege im Gespräch die Augenbrauen hochzieht oder die Chefin schnellere Ergebnisse fordert. Wenn in sozialen Netzwerken Daumen, Herzchen und Kommentare auf uns einprasseln oder ein Kumpel beiläufig unsere neuen Schuhe kommentiert.

All das sind Rückmeldungen, mal sind sie positiv, mal negativ, und meistens bekommen wir sie ungefragt. Immer angemessen darauf zu reagieren, ist alles andere als leicht.

»Es gab früher immer diese drei goldenen Regeln, die man beachten sollte: Man sollte sich Feedback zu Herzen nehmen, nicht kommentieren und Danke sagen«, erklärt Autorin und Führungskräftetrainerin Theresa Maxeiner im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«. »Ich würde sagen, die goldene Regel heißt: Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um auf Feedback gut zu reagieren. Und manchmal muss man gar nicht reagieren.«

Theresa Maxeiner: »Man kann aus viel Feedback was Gutes machen, aber nicht jedes Feedback ist gut gemacht.«

Theresa Maxeiner: »Man kann aus viel Feedback was Gutes machen, aber nicht jedes Feedback ist gut gemacht.«

Foto: Julia Müller

Insbesondere bei Kritik müssen viele Menschen aufpassen, nicht zu emotional zu reagieren, denn negatives Feedback nehmen wir häufig sehr persönlich. »Wir bekommen Rückmeldungen oft in den falschen Hals, wir haben im großen Stil noch Sorge, Statusverlust zu erleben, fühlen uns gekränkt, fühlen uns nicht wertgeschätzt. Und dadurch hören wir gar nicht mehr richtig hin, was derjenige eigentlich gemeint hat.«

Es kann helfen, sich bewusst zu machen, dass Feedback auch immer etwas mit der Person zu tun, die uns die Rückmeldungen gibt. Lob und Kritik spiegeln uns eben nicht nur unser eigenes Verhalten, sondern beinhalten eine Art »Hidden Agenda«, versteckte Intentionen. Mal bewusst, mal unbewusst.

»Will sich die Person vielleicht über mich stellen? Möchte die mir vielleicht einen Gefallen tun? Also wenn ich mir diese Fragen stelle, dann kann ich das emotional schon mal viel unabhängiger verarbeiten«, empfiehlt Maxeiner im Podcast. »Feedback, das ich gebe, enthält auch immer meine Agenda, meine Wünsche – ich kann das gar nicht verhindern.«

Was sollten wir also beachten, wenn wir andere kritisieren? Wie finden wir heraus, welche Anregungen wir annehmen sollten? Und wie lernen wir, besser mit Feedback klarzukommen, egal ob positiv oder negativ? Darüber spricht Theresa Maxeiner im SPIEGEL-Podcast »Smarter leben«.

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