Jobwechsel und Karriere "Die Leute unterschätzen das Risiko des Bleibens"

Freitagnachmittag ist der schönste Moment der Woche, und Sonntagabend wird die Laune wieder schlechter? Wer im Job unzufrieden ist, sollte handeln. Karrierecoach Tom Diesbrock gibt Tipps im Podcast.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Angeblich gehen die Menschen nirgendwo so lustlos zur Arbeit wie in Deutschland. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie Anfang März gekommen - also noch bevor die Coronakrise unseren Arbeitsalltag komplett durcheinandergewirbelt hat.

Die Stimmung dürfte sich seitdem kaum gebessert haben, doch trotzdem werden sich viele sträuben, den Job zu wechseln. Denn für mehr Zufriedenheit muss man einiges wagen: Ängste überwinden – und sich vielleicht sogar beruflich neu orientieren.

Das kann riskant sein, und ist definitiv keine einfache Entscheidung. Psychologe und Karrierecoach Tom Diesbrock hat schon viele Menschen dabei begleitet und weiß, wie das Projekt der beruflichen "Neuerfindung" gelingen kann. "Ich empfehle immer, sich zweimal die Woche hinzusetzen", sagt er im Podcast. "Jedes Projekt braucht ein bisschen Struktur."

Tom Diesbrock hat ein Medizinstudium abgebrochen, war Musiker und Fotodokumentar. Heute arbeitet er als Psychologe und Karrierecoach: "Es ist wichtig, dass ich den Job an meine Identität anpasse - nicht umgekehrt."

Tom Diesbrock hat ein Medizinstudium abgebrochen, war Musiker und Fotodokumentar. Heute arbeitet er als Psychologe und Karrierecoach: "Es ist wichtig, dass ich den Job an meine Identität anpasse - nicht umgekehrt."

Foto: Olaf Tamm

Nur: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Jobwechsel? "Wenn Menschen sagen: 'Am Sonntagabend denke ich immer schon an meine Arbeit und kriege schlechte Laune', das sind schon Signale, die würde ich sehr ernst nehmen", gibt Diesbrock zu bedenken. Allerdings sollte man weder direkt kündigen noch ewig grübeln, ob man geht oder bleibt. "Ich finde es viel produktiver zu gucken, wie Alternativen aussehen könnten", sagt Diesbrock.

Dabei könne man auch ruhig mal ganz frei denken, in sich hineinhorchen und vom bisherigen Karriereweg abweichen - denn wer im Beruf glücklich werden will, muss vielleicht auch mal die eigene Komfortzone verlassen.

Außerdem ist es sinnvoll, sich einen Zeitpunkt zu setzen, bis zu dem man den Job- oder Branchenwechsel auch wirklich angeht: "Deadlines helfen, sie stressen nur, wenn sie zu eng sind. Ein bisschen Druck ist ganz gut."

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