Smarter leben - Der Ideen-Podcast Warum wir den Klimawandel verstehen, aber trotzdem nicht nachhaltig leben

Noch ein letztes Mal fliegen und noch einen Coffee to go. Was muss passieren, damit wir wirklich umweltfreundlicher leben? Umweltpsychologe Gerhard Reese erklärt es im Podcast.

Ein Podcast von Lenne Kaffka

Eigentlich sollte die Botschaft bei uns allen angekommen sein: Der Klimawandel bedroht unseren Planeten. Und es bleibt nur noch wenig Zeit, um die Erderwärmung zu stoppen. Um genau zu sein: sehr wenig Zeit. Aber, obwohl das den meisten von uns bewusst ist, fliegen wir noch mal in den Urlaub und trinken Kaffee im Plastikbecher. Warum verhalten wir uns so? Und was muss passieren, damit wir uns nachhaltig verändern?

Gerhard Reese ist Professor für Umweltpsychologie an der Universität Koblenz-Landau und beschäftigt sich mit solchen Fragen. "Wir verknüpfen das, was wir tun, nicht mit dem Klimawandel. Das fühlt sich für die meisten von uns so irre abstrakt und weit weg an", erklärt er im Podcast.

"Aber es sind auch soziale Normen. Wenn ich in meinem Umfeld sehe, meine Friends, die fliegen in den Urlaub - da habe ich auch keinen Bock, eine Woche an die Ostsee zu fahren. Und dazu kommt, dass wir auch ein Stück weit in Routinen gefangen sind, die es durch politische Rahmenbedingungen nicht einfach machen, unser Verhalten zu verändern."

Umweltpsychologe Gerhard Reese: "Klimaschützendes Verhalten muss normativ sein - das muss eine Norm werden, der Standard"

Umweltpsychologe Gerhard Reese: "Klimaschützendes Verhalten muss normativ sein - das muss eine Norm werden, der Standard"

Foto:

Philipp Sittinger

Reese hat seinen Alltag trotzdem angepasst. Seit fast 20 Jahren lebt er als Vegetarier, er besitzt kein Auto und ist 2017 zum letzten Mal geflogen. Denn: "Es gibt so drei, vier Verhaltensweisen, mit denen man, ohne dass man auf die Politik warten muss, einen wirklichen Einfluss haben kann." Leider fehlen dabei oft die direkten Erfolgserlebnisse.

Wer mit dem Rauchen aufhört, kann besser schmecken. Wer Sport treibt, fühlt sich fitter. Und wer Ökostrom bezieht? Spürt keine Veränderung. "Beim Klimaschutz kommen wir mit dem Gefühl von Selbstwirksamkeit nicht so weit", meint Reese. "Also mit diesem Gefühl, durch eigenes Handeln wirklich ein Ziel erreichen zu können."

Welche Lösung gibt es für dieses Problem? Warum ist es uns in der Coronakrise leichter gefallen, uns einzuschränken? Und welche politischen Maßnahmen helfen mehr: Anreize oder Verbote? Diese und weitere Fragen beantwortet Umweltpsychologe Gerhard Reese im Ideen-Podcast "Smarter leben".

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