Resilienz Wie wir Krisen besser bewältigen

An negativen Erfahrungen kommt kein Mensch vorbei – aber die Psyche lässt sich stärken: Indem wir Verantwortung für unser Leben übernehmen, sagt der Psychologe René Träder.
Ein Podcast von Lenne Kaffka

Warum ist es eigentlich so, dass manche Menschen viel besser mit Stress oder Schicksalsschlägen klarkommen als andere? Es könnte an ihrer Resilienz liegen – also der Fähigkeit, auch elementare Krisen psychisch gut zu überstehen.

Das Gute daran: An unserer Resilienz können wir arbeiten. »So wie man sich beim körperlichen Immunsystem fragt: Was kann ich denn dafür tun, dass ich gesund bleibe, kann ich mich das auch für die Psyche fragen«, erklärt Psychologe René Träder im Podcast »Smarter leben«. Aber natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Und wie resilient wir sind, hängt auch von vielen Faktoren ab.

»Ich will auf jeden Fall nicht den Eindruck erwecken: Man muss nur eine Kleinigkeit machen, und alles ist schön. Mit Kleinigkeiten geht es los. Und dann darf man auch immer mehr machen und gucken: Was brauche ich denn, damit es mir gut geht?«, sagt Träder. »Resilienz ist kein Versprechen, dass jetzt alles flutscht und man nur noch lächelnd durch die Welt geht.«

René Träder: »Menschen, die resilienter sind, neigen dazu, schneller ins Handeln zu kommen«

René Träder: »Menschen, die resilienter sind, neigen dazu, schneller ins Handeln zu kommen«

Foto: Jessi Geib

Aber resiliente Menschen neigen dazu, mutiger zu handeln, sie können sich leichter entscheiden und haben einen positiveren Blick aufs Leben.

Wichtig sei vor allem, dass wir die Verantwortung für uns und unser Handeln übernehmen – auch wenn wir für viele negative Erfahrungen nichts können. »Die Opferhaltung ist für uns das, was für Superman Kryptonit ist: Sie schwächt uns wahnsinnig. Wenn wir in die Opferhaltung gehen, werden wir nicht aktiv. Wir denken dann nicht über Lösungen nach.«

Aber natürlich muss niemand krampfhaft versuchen, immer positiv nach vorne zu blicken. Auch mal traurig, wütend oder erschöpft zu sein, ist vollkommen in Ordnung – gerade jetzt, während der Corona-Pandemie. »Ich glaube, dass das auch die große Chance sein kann: Dass wir jetzt alle mal erlebt haben, ans Ende der Kräfte zu kommen. Oder mit negativen Dingen konfrontiert zu sein. Und dass die Psyche nicht endlos Kraft hat. Und dass es auch in Ordnung ist, darüber zu sprechen«, so Träder

Werden wir durch die aktuellen Erfahrungen künftig besser mit Krisen umgehen können? Welche Faktoren beeinflussen unsere Resilienz? Und wie finden wir heraus, wie resilient wir schon sind? Auf diese und weitere Fragen antwortet René Träder im Ideen-Podcast »Smarter leben«.

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