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Spenden, Unterkünfte, Hilfseinsätze So können auch Sie helfen

Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Putins Truppen. Sie zu versorgen, ihnen beizustehen, ist eine gigantische Aufgabe – jeder von uns kann helfen, die Not zu lindern. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Von Jule Lutteroth

Das Elend ist kaum zu fassen, und es wird mit jedem Tag größer: Über die polnische Grenze sind mehr als 2,3 Millionen Menschen sind nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks seit Kriegsbeginn vor den russischen Truppen aus der Ukraine geflohen. Über die Grenzen drängen Frauen und Kinder, denn Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen das Land nicht verlassen. Sehr viele der Flüchtenden haben kaum Gepäck, doch sie tragen schwer: Die Ungewissheit, ob sie ihre Angehörigen und Freunde jemals wiedersehen, ob sie irgendwann in ihre alte Heimat zurückkehren können, ob ihre Häuser, ihre Dörfer oder Stadtviertel dann überhaupt noch existieren.

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Die Europäische Union hatte Anfang März beschlossen, fast allen schnell und unbürokratisch vorübergehenden Schutz von zunächst einem Jahr zu gewähren. Die Geflüchteten dürfen sich frei in der EU bewegen, sie dürfen arbeiten und haben ein Anrecht auf Gesundheitsversorgung, Wohnraum und Bildung für die Kinder. Viele Menschen in Deutschland fragen sich: Was können wir, was kann ich tun, um die Not zu lindern?

Helfen, aber wie? Die wichtigsten Fragen und Antworten

Viele Menschen in Deutschland fragen sich, was direkter hilft: Eine Überweisung oder vielleicht doch eine Kleider- oder Nahrungsmittelspende? Generell gilt, dass Geldspenden von Hilfsorganisationen viel flexibler und schneller eingesetzt werden können.

Große Organisationen, die noch in der Ukraine sind oder bei der Verteilung und Versorgung der Menschen helfen, können die Lage vor Ort und die Bedürfnisse beurteilen. Privatpersonen, die unkoordiniert Güter an die Grenze bringen, die dort gar nicht gebraucht werden, können das nicht. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) rät auf seiner Homepage daher : Sachgüter sollten nur dann gespendet werden, wenn Betroffene und seriöse Organisationen gezielt um sie bitten.

Auch der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter, sagt, Sachspenden seien zwar gut gemeint, würden aber die Lagerhäuser füllen und Transport- und Sortierkapazitäten binden. Es bestünden momentan keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht zentral abgesprochener und nicht zentral angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangebote. Auch das Polnische und Ukrainische Rotes Kreuz habe dafür keinerlei Kapazitäten. »Auch wenn es für viele weniger persönlich und ungreifbarer erscheinen mag, sind Geldspenden tatsächlich in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen.«

Mitarbeiter des DRK laden Güter für Flüchtende um

Mitarbeiter des DRK laden Güter für Flüchtende um

Foto: FILIP SINGER / EPA

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