11.000 Kilometer in elf Wochen Deutscher durchquert USA zu Fuß und mit Rad

6000 Kilometer auf dem Fahrrad, 5000 Kilometer zu Fuß: Ein deutscher Extremsportler hat die USA in gut elf Wochen zweimal durchquert. Auf der Laufstrecke zwischen San Diego und New York schaffte er jeden Tag die doppelte Marathondistanz.

Achim Heukemes im New Yorker Battery Park: Jeden Tag ein doppelter Marathon
DPA

Achim Heukemes im New Yorker Battery Park: Jeden Tag ein doppelter Marathon


New York - Hin mit dem Fahrrad, zurück zu Fuß: Nach seiner doppelten Durchquerung der USA ist der deutsche Extremsportler Achim Heukemes am Sonntag in New York angekommen. Am zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 erreichte er den Battery Park an der Südspitze Manhattans.

Der Deutsche war am 25. Juni 2011 aufgebrochen und ist auf dem Rad die Strecke von New York nach San Diego im Bundesstaat Kalifornien gefahren - 6000 Kilometer in 25 Tagen. Ohne Ruhetag lief er auf einer anderen Strecke 5000 Kilometer zurück. Er legte dabei keine Pause ein und rannte jeden Tag mehr als das Doppelte eines Marathons - also über 84 Kilometer.

Die 54 Tage für die Laufstrecke sind nach seinen Angaben ein neuer Rekord. Der bisher Schnellste habe 70 Tage gebraucht. Heukemes wird in wenigen Tagen 60 Jahre alt.

"Ich bin sehr, sehr glücklich, es geschafft zu haben", sagte Heukemes unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Den tieferen Sinn dieser sportlichen Herausforderung beschrieb er mit den Worten: "Dieser Lauf ist eine Würdigung für die Opfer der Anschläge vor zehn Jahren. Und es soll auch eine Art Dankeschön an die USA sein, einen wichtigen Verbündeten, dem Deutschland so viel zu verdanken hat."

Am Ziel hätten Heukemes Freunde empfangen sowie New Yorker, die sich meist erstaunt gezeigt hätten über seine USA-Durchquerung. Ihre erste Reaktion sei stets gewesen: "Der ist doch verrückt." Aber letztlich hätten sie sich doch darüber gefreut, so Heukemes, "dass ein Deutscher das als Symbol der Freundschaft beider Länder auf sich nimmt."

jus/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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der_Pixelschubser 12.09.2011
1. Naja...
---Zitat--- Den tieferen Sinn dieser sportlichen Herausforderung beschrieb er mit den Worten: "Dieser Lauf ist eine Würdigung für die Opfer der Anschläge vor zehn Jahren. Und es soll auch eine Art Dankeschön an die USA sein, einen wichtigen Verbündeten, dem Deutschland so viel zu verdanken hat." ---Zitatende--- Ja. schön. Ein bisschen weniger Pathos hätt's auch getan. Wie sagte Forrest Gump noch so schön: "Ich bin gelaufen, weil ich einfach Lust hatte zu laufen." Eine solche Begründung hätte schon vollkommen gereicht. Den anderen Firlefanz werden die Amerikaner auch nicht mehr zu würdigen wissen... Ansonsten aber: Respekt!
erwin777sti 12.09.2011
2. Hut ab vor Achim Heukemes !!
Zitat von sysop6000 Kilometer auf dem Fahrrad, 5000 Kilometer zu Fuß: Ein deutscher Extremsportler hat die USA in gut elf Wochen zweimal durchquert. Auf der Laufstrecke zwischen San Diego und New York schaffte er jeden Tag die doppelte Marathondistanz. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,785692,00.html
die politische Mission hört sich gut an, aber die sportliche Leistung ist natürlich exorbital !! Meine Freude über meine 20 Marathons verblasst vor der Anerkennung für Achim Heukemes und seine mehr als "hundert Marathons" in weniger als 8 Wochen im 6. Lebensjahrzehnt !! Achim Heukemes - Deutschland kann stolz auf ihn sein !!
frank4979 12.09.2011
3. .......
Die sportliche Leistung steht natuerlich ausser Frage. Den groessten Glueckwunsch von mir. Nur das die Amis dafuer Dankbar sind, wage ich zu bezweifeln, die hat bestimmt das "Verkehrshindernis" Fussgaenger/Radfahrer 11 Wochen zur Weisglut gebracht.
Dominik Menakker, 12.09.2011
4. Kein Titel
Zitat von frank4979Die sportliche Leistung steht natuerlich ausser Frage. Den groessten Glueckwunsch von mir. Nur das die Amis dafuer Dankbar sind, wage ich zu bezweifeln, die hat bestimmt das "Verkehrshindernis" Fussgaenger/Radfahrer 11 Wochen zur Weisglut gebracht.
Vielleicht diejenigen, die er unterwegs gestört hat und die es nicht wussten. Hätte er sein Vorhaben etwas bekannter gemacht, hätte das ganz anders ausgesehen. Amerika liebt solche ( im positiven Sinne ) Verrückten.
markususa 12.09.2011
5. Mangelhafte Dokumentation
Leider hat Achim Heukemes vergessen das Helmut Schieke schon 1971 in 59.4 Tagen durch USA gelaufen ist. Die 70 Tage beziehen sich auf das LA-NY Footrace das dieses Jahr auf einer suedlicheren weitaus heisseren Route stattfand. Ein Lauf unter Rennbedingungen ist ueberhaupt nicht vergleichbar mit einem Sololauf. Wie ueblich hat Achim Heukemes keine genauen Angaben gemacht ueber die Strecke und taeglichen Laufleistungen. Ein Procedere das bei heutigen Sololaeufen vollkommen normal ist. Aus seinen eigenen Blogs geht ausserdem hervor das er nicht immer dort weitergelaufen ist wo er abends aufgehoert hatte. "...ich lief von einer Umleitung zur nächsten. Selbst grosse Teile der Interstates waren nicht befahrbar. Brücken wurden weggerissen, Fahrbahnen unterspült etc., etc. Deshalb gab es keine andere Möglichkeit, als per WoMo eine etwa 100 Km lange Umleitung zu nehmen, um ein Gebiet zu erreichen, welches weitesgehend trocken war. Zur Beruhigung der Kritiker – ich schaffte trotz allem mein vorgesehenes Tagespensum " Dies ist selbstverstaendlich im Code der USA Crosser nicht vorgesehen. Achim Heukemes ist gewiss ein guter Ultralaeufer, allerdings hat er es bei seinen "Rekordlaeufen" nie verstanden mit ordendlicher Dokumentation Missverstaendnisse aus dem Weg zuraeumen. Weitere Info hier: www.usacrossers.com www.lanyfootrace.com
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