ADAC Österreich erhöht Preise für Vignetten

Um bis zu 100 Prozent sollen die Autobahngebühren auf Österreichs Straßen zum Jahreswechsel steigen - für den Automobilclub ADAC eine "unverantwortliche" Erhöhung.


München - Autofahren auf österreichischen Autobahnen wird nach Informationen des ADAC endgültig teurer. Die österreichische Regierung habe beschlossen, die Gebühr für die Autobahnvignette teilweise zu verdoppeln, teilte der Automobilclub am Montag in München mit.

Soll zukünftig bis zu 142 Mark kosten: Das "Pickerl"
DPA

Soll zukünftig bis zu 142 Mark kosten: Das "Pickerl"

Damit kostet nach den Angaben des größten deutschen Automobilclubs die bei Kurzurlaubern beliebte Zehn-Tages-Vignette anstatt 10,50 künftig 15 Mark. Dies gehe aus der neuen österreichischen Vignettenpreisverordnung hervor.

Der Preis für das Zwei-Monats-"Pickerl" steige um das Doppelte auf 43 Mark. Die Gebühr für die Jahresvignette solle ab 2001 um 82 Prozent von 79 Mark auf rund 142 Mark steigen.

ADAC-Präsident Otto Flimm kritisierte die Erhöhung als "unverantwortlich". Nach seinen Worten führt die Verteuerung dazu, dass viele Autofahrer von den Autobahnen auf mautfreie Bundes- und Landstraßen ausweichen würden. Die Anwohner in den grenznahen Regionen würden bald noch mehr unter dem Ausweichverkehr leiden, prognostizierte Flimm.



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