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Nach Unruhen: Ägyptisches Museum wird wieder geöffnet

Foto: Chris Hondros/ Getty Images

Ägypten Touristenattraktionen werden wieder geöffnet

Ägypten hofft auf die Rückkehr der Touristen: Nach dem Massen-Exodus  wegen der Unruhen werden am Sonntag wichtige Attraktionen wieder geöffnet. Zum Beispiel das Ägyptische Museum in Kairo - dort fehlen allerdings nun einige Ausstellungsstücke.

Hamburg - Ägyptens Altertümer-Minister hat angekündigt, dass Museen und geschichtliche Denkmäler ab Sonntag wieder für Touristen zugänglich sein sollen. Er hoffe, dass Besucher aus aller Welt bald in das Land zurückkämen, hieß es in einer Mitteilung von Minister Zahi Hawass.

Eine der wichtigsten Altertümersammlungen der Welt, das Ägyptische Museum in Kairo, soll ab Sonntag wieder seine Pforten für Besucher öffnen. Dort fehlen allerdings seit einem Einbruch am 28. Januanr acht antike Kunstgegenstände, von denen bislang vier wieder auftauchten.

Am Donnerstag sei eine sieben Zentimeter hohe Kalkstein-Statuette des Pharaos Echnaton aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. von einem jugendlichen Demonstranten der Demokratiebewegung bei einer Mülltonne in der Nähe des Museums gefunden worden, teilte Hawass mit.

Die Statue von Echnaton sei "eine der schönsten" des Pharaos und verdeutliche "die Kunstfertigkeit der ägyptischen Künstler zu der Zeit", sagte der Leiter des Ägyptischen Museums, Tarek al-Awadi. Das Bildnis werde nun restauriert und dann wieder ausgestellt.

Tutanchamun-Statuen werden noch vermisst

Unter den noch fehlenden Exponaten sind zwei vergoldete hölzerne Statuen des Pharaos Tutanchamun und eine Figur der Nofretete. Das berühmte Museum befindet sich am Tahrir-Platz, der im Mittelpunkt der Massenkundgebungen gegen das Mubarak-Regime gestanden hatte. Nach dem Einbruch wurde es von Demonstranten und Armeesoldaten gegen weitere Übergriffe geschützt.

Auch auf dem Gräberfeld von Sakkara, das zu den bedeutendsten archäologischen Ausgrabungen des Landes gehört, seien Steinreliefs gestohlen worden. Zudem seien Türen zu Antiquitäten-Lagern aufgebrochen worden, teilte Hawass' Büro mit.

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Nach Angaben des Auswärtigen Amtes entgehen Ägypten etwa 22 Millionen Euro täglich, weil derzeit kaum noch Touristen im Land sind. Auch für die kommenden Monate sind die Buchungen extrem zurückgegangen. Der Tourismussektor macht hier etwa elf Prozent des Inlandproduktes aus.

sto/dpa/AFP
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