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29. Oktober 2002, 15:58 Uhr

Ätna-Ausbruch

Touristen werden auf Festland-Flughafen umgeleitet

Weil der Ascheregen des feuerspuckenden Ätnas die Sicht behindert, ist der Flugplatz Catania auf Sizilien gesperrt. Per Schiff werden deutsche Touristen zu den Flughäfen auf dem Festland wie Lamezia Terme gebracht. Bisher sind keine Urlauberhotels von den Lavaströmen bedroht.

Aktiver Ätna: Ascheregen verhindert das Starten und Landen auf dem Flughafen Catania
DPA

Aktiver Ätna: Ascheregen verhindert das Starten und Landen auf dem Flughafen Catania

Köln/Hannover - Auf die Touristen auf der Insel wirkt sich der neuerliche Ausbruch des Vulkans Ätna nur wenig aus. Zwar werden Ausflüge in die Ätna-Region abgesagt und Flüge umgeleitet, doch sind keine Urlauberhotels in Gefahr, ergab am Dienstag eine Umfrage unter deutschen Reiseveranstaltern. Der etwa 3340 Meter hohe Ätna spuckt momentan glühende Lava und Asche. Zudem erschüttern Erdbeben die Region rund um den Vulkan.

Der Vulkanausbruch trifft den Sizilien-Tourismus allerdings nicht zum ungünstigsten Zeitpunkt: "Die Saison geht langsam zu Ende", sagt Bernd Rimele, TUI-Sprecher in Hannover. ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg holen in dieser Woche ohnehin die letzten 20 deutschen Reisenden wieder ab - im Winter ist Sizilien bei den drei Marken der Rewe-Touristik nicht im Programm, so eine Firmensprecherin in Köln.

Da der Flughafen Catania auf Grund des Ascheregens gesperrt ist, werden die Rewe-Gäste per Schiff nach Lamezia Terme auf dem Festland umgeleitet, wo ihr Rückflug planmäßig am Mittwochvormittag beginnen soll. Die TUI leitet neu ankommende Gäste nach Lamezia Terme, Trappani oder Palermo um, von wo aus Busse sie in die Hotels bringen.

Für die Übernachtungsorte in der Nähe des Ätna wie etwa Taormina bestehe keine Gefahr, so der Studienreisen-Anbieter Studiosus in München. Derzeit befinden sich zwei Studiosus-Gruppen auf der Insel, die am Donnerstag beziehungsweise Samstag in Ätna-Nähe kommen sollen. Eine weitere Reisegruppe startet am Donnerstag nach Sizilien - für sie steht der Ätna aber erst am 8. November auf dem Programm. Ob der Ausflug dann stattfinden könne, sei zurzeit noch unklar. Stornierungen habe es keine gegeben, sagt Studiosus-Sprecher Volker Kienast.

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