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Taufe der "Aida Stella": Leinen los, Nummer zehn!

Foto: Ingo Wagner/ dpa

Taufe der "Aida Stella" Birke an Bord

Sternenregen über der "Stella": Im Hafen von Warnemünde tauft Aida Cruises ihr zehntes Schiff. Der Neuzugang bei der Rostocker Reederei ist baugleich mit seinen drei Schwestern - der Unterschied liegt im Detail.

Emden - Ein Birkenwald sollte nach Wunsch der Designer die große Neuheit auf der "Aida Stella" sein. Mit Bäumen und Bildern an den Wänden. Doch Allergiker mussten geschützt werden: So wurden in den Wellness-Bereich kurzerhand sogenannte mumifizierte Birken eingepflanzt - ein Zwischending von künstlich und echt. Das Ganze hat den Vorteil, dass sie niemand gießen muss. "Nur das Abstauben sollte man hin und wieder nicht vergessen", sagt Hoteldirektor Michael Strauss.

Am Samstag wird mit der "Stella" das zehnte Schiff der Kussmundflotte in Warnemünde getauft. Am Morgen gegen 9 Uhr wird der Täufling am Cruise Center festmachen, ab 12 Uhr kann an Karls Pier 7 gefeiert werden. Die Taufe und das anschließende Feuerwerk werden ab 19.30 Uhr auf Großbildschirmen übertragen.

Nach den Feierlichkeiten bricht die "Stella" am Sonntag zur Jungfernfahrt nach Nordeuropa auf. Danach stehen viertägige Kurztrips ab Hamburg auf dem Programm, bevor es auf zwei jeweils 14-tägige Routen nach West- und Nordeuropa geht.

Skandinavische Farbgebung und mehr Kuschelmuscheln

Die "Aida Stella" bietet für Stammgäste viel Bekanntes, denn sie ist baugleich mit den Vorgängerinnen der modizierten "Sphinx"-Klasse. So hat das 71.300 BRZ große Schiff 1097 Kabinen, sieben Restaurants und zwölf Bars. Der Wellnessbereich ist 2600 Quadratmeter groß. Die Unterschiede liegen in der Farbgebung, die sich diesmal an skandinavischem Design ausrichtet, sowie einigen Details.

Auf der "Stella" dominieren Braun-, Beige und Grüntöne. In den Kabinen wurde zum Beispiel das auf den älteren Schiffen dominierende Violett entfernt und das Mobiliar ist in hellen Brauntönen gehalten. Alles wirkt etwas edler als auf den bisherigen Schiffen. Zudem wurden an vielen Stellen erstmals Hinweisschilder in Blindenschrift angebracht. Auf den Emporen rund um das Theatrium wurde die Anzahl der Kuschelmuscheln erhöht.

Für die Passagiere gibt es auf der "Aida Stella" kaum Neues, für Kapitän Nico Berg dagegen umso mehr - und das, obwohl er bereits ein alter Hase auf Aida-Schiffen ist. "Wir haben einige technische Neuerungen", erklärt der 38-Jährige. Dazu gehört zum Beispiel ein System, das das zum Stabilisieren des Schiffs benötigte Ballastwasser vor dem Ausleiten ins Meer keimfrei filtert.

Erste Details für Schiff 11 und 12

Bei zehn Flottenmitgliedern soll es bei Aida Cruises aber nicht bleiben: 2015 und 2016 werden zwei wesentlich größere Schiffe in Dienst gestellt, die bei Mitsubishi Heavy Industries in Japan gebaut werden. Einige Details der rund 125.000 BRZ großen Ozeanriesen hat die Reederei vor kurzem bekannt gegeben.

16 verschiedene Kabinenvarianten werden etwa entwickelt. Darunter sind Panoramakabinen auf dem Patiodeck, deren Gäste "den Luxus einer Privatinsel" erleben sollen, teilte die Reederei mit. Sie können ein ihnen vorbehaltenes, geschütztes Sonnendeck mit Pool nutzen sowie die Patio Bar am Bug.

Die hawaiianische Insel Lanai ist Namensgeberin für das Lanaideck 8, auf dem besonders große Kabinen mit Wintergarten liegen. Die Glastür lässt sich aufschieben, so dass sich die Größe der Veranda verdoppelt. Auch in Sachen Technik gibt es eine Neuerung: Die sogenannte Mals-Technologie lässt das Schiff nach Reedereiangaben auf einem Teppich aus Luftbläschen gleiten. Dadurch sinke der Reibungswiderstand und damit der Treibstoffverbrauch.

Die Jungfernfahrt des ersten noch namenlosen Schiffes führt vom 22. März bis 16. Juni 2015 von Japan nach Deutschland, 39 Häfen in 22 Ländern werden während der 86-tägige Reise angelaufen. "Land der aufgehenden Sonne" lautet das Motto.

Das Jahr 2012 hat die Rostocker Reederei mit einem neuen Gästerekord abgeschlossen: 632.700 Passagiere seien mit den bisher neun Kreuzfahrtschiffen unterwegs gewesen, das waren fast 50.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2011. Die Zuwachsrate liege deutlich über dem Branchenschnitt, teilte das Unternehmen in Rostock mit.

abl/dpa
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