Neues Konzept Air Berlin führt Business Class auf Europaflügen ein

Air Berlin macht es Billigfliegern wie Ryanair nach: Künftig gibt es keine Freigetränke mehr auf Europaflügen. Dafür aber bald eine Business Class.

Flughafen Tegel in Berlin
dapd

Flughafen Tegel in Berlin


Air Berlin führt noch in diesem Jahr auf allen Deutschland- und Europastrecken eine Business Class ein. Sie befindet sich in der ersten Reihe der Flugzeuge und bietet einen garantiert freien Mittelsitz sowie 81 Zentimeter Beinfreiheit, kündigte die Airline an.

Inklusive sind außerdem Priority-Check-in und -Boarding, Zugang zu Lounges und eine schnellere Sicherheitskontrolle. Im Preis sind zwei Gepäckstücke bis je 32 Kilogramm plus zwei Handgepäckstücke bis je acht Kilo enthalten. Die Business-Class-Tickets können kostenlos umgebucht und erstattet werden.

Daneben schafft Air Berlin ebenfalls in diesem Jahr für Economy-Passagiere die Freigetränke und Snacks auf der Kurz- und Mittelstrecke ab. Essen und Trinken kostet auf innerdeutschen und europäischen Strecken künftig also extra, wie bei Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet. Das neue "Buy-on-Board"-Konzept soll noch dieses Jahr eingeführt werden, wie die Fluglinie mitteilt.

Auch die Thomas-Cook-Tochter Condor gab bekannt, dass Economy-Gäste außer auf der Langstrecke nur noch bis Ende Oktober Wasser, Kaffee und Tee umsonst erhalten. Für andere Getränke und Essen verlangte Condor bereits bisher Geld.

Gerüchte über Teilverkauf an Lufthansa

"Wir befinden uns am Anfang eines tiefgreifenden Wandlungsprozesses, an dessen Ende eine neue, erstarkte Air Berlin stehen wird", sagte Pichler. Air Berlin arbeitet als wichtiger Zubringer für die arabische Fluglinie Etihad, die gut 29 Prozent der Air-Berlin-Aktien besitzt und die seit Jahren angeschlagene deutsche Fluglinie mit frischem Geld in der Luft hält.

Im Juli war durchgesickert, dass Etihad offenbar einen Verkauf von Air-Berlin-Teilen an die Lufthansa sondiert. Nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX gab es dazu bereits Gespräche mit Europas größter Fluggesellschaft. Rund 40 Flugzeuge samt Besatzung, die vor allem touristische Strecken abseits der Drehkreuze Düsseldorf und Berlin bedienen, könnten bei einer Einigung der Lufthansa-Billigmarke Eurowings zufallen.

abl/dpa-AFX



insgesamt 25 Beiträge
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johannesraabe 05.08.2016
1.
Na wenn Sie schon an dem lächerlichen hellen oder dunklen Pick Up und den 100 mL Wasser bzw. Diätcola sparen müssen, sollten sie lieber gleich den Insolvenzverwalter rufen. Das ist ein Pleitegeier.
moneysac123 05.08.2016
2.
Das ist Erpressung, man darf keine Getränke mit an Bord nehmen und aufgrund der trockenen Luft benötigt man viel Flüssigkeit. Insofern ist das auch ein Gesundheitsrisiko, aber solange der Profit stimmt ist egal, ob andere krank werden, genauso wie bei anderen Dingen.
matthias_b. 05.08.2016
3. Gründe mit Airberlin zu fliegen
... Gibt es damit immer weniger. Allein mein Meilenkonto hält mich dort, wenn das umgesetzt wird. Ansonsten fliege ich eben mit Ryanair, wo mich derselbe "Service" die Hälfte kostet.
awoth 05.08.2016
4. Also ich fasse es nicht!
Werden diese 'Konzerne' denn von Totalnullen geführt oder was ist da los? Die allersimpelsten Regeln beim Geschäfte machen werden missachtet oder verworfen! Es ist mir zwar gut bekannt, dass man nichts wissen /können muss, um CEO zu sein, aber IRGENDWER muss denen doch auf die Finger schauen!! Wenn es nur ein BWL Studium wäre, dann würde ich das ja verstehen, aber wie kann man als intelligenter (?) Mensch so bescheuerte Lösungswege beschreiten ???
the_master 05.08.2016
5. Nie wieder AirBerlin
Die Firma ist absolut kundenfeindlich, und stellt sich tot, wenn sie einen Fehler gemacht haben (Gepäckvlerust etc.). Ich kann nur vor AirBerlin warnen. Lieber Lufthansa, Easyjet oder Ryanair. Auch wenn es teurer ist.
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