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10. Januar 2018, 14:06 Uhr

Maximal 30 Übernachtungen

Amsterdam verschärft Auflagen für Airbnb

Die niederländische Hauptstadt kämpft gegen die Überlastung von Stadtvierteln durch Airbnb-Touristen - und reagiert: Vermieter dürfen ihre Wohnungen in Amsterdam künftig nur noch 30 Tage im Jahr vermieten.

Amsterdam will die Regeln für die Vermietung von Wohnungen an Touristen über Plattformen wie Airbnb deutlich verschärfen. Anwohner sollen ihre Wohnung ab 2019 nur noch für höchstens 30 Tage im Jahr vermieten dürfen, teilte die Stadtverwaltung mit. Bislang ist das Maximum 60 Tage.

Mit ihrem Vorstoß will die Stadt verhindern, dass kostbarer Wohnraum für Einheimische verloren geht. "Diese Maßnahme wird die Überlastung einiger Stadtviertel durch Touristen stark verringern", hieß es dazu von der Verwaltung.

Erst im Mai vergangenen Jahres gab die Stadt bekannt, dass eine Meldepflicht für Vermieter eingeführt werde, die vorschreibt, dass sich Privatleute in Zukunft vorab bei der Kommune melden müssen, wenn sie ihre Wohnung bei Airbnb oder einem ähnlichen Dienst anbieten. Wer ohne Registrierung vermietet, kann mit einer Geldstrafe von bis zu 20.500 Euro rechnen.

Die Zahl der Wohnungen, die über Onlineplattformen vermietet werden, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2013 wurden nach Angaben der Stadt noch rund 4500 Amsterdamer Wohnungen bei Airbnb angeboten, 2017 waren es bereits 22.000. Durch die Untervermietung wird nach Ansicht der Stadt die Wohnungsnot in der niederländischen Hauptstadt noch verschärft.

Auch Metropolen wie Paris oder Berlin wehren sich gegen die Entwicklung von Airbnb und Co. Seit Dezember müssen Unterkünfte, die in Paris über Airbnb vermietet werden, eine offizielle Registrierungsnummer tragen. Auch in Berlin brauchen Vermieter eine Sondererlaubnis, um ihre Wohnung gegen Geld als Ferienwohnung anzubieten.

kry/dpa

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