Verschärfte Gesetze Airbnb streicht Wohnungen in Berlin

Das Wohnungsangebot in Berlin bei Airbnb ist kleiner geworden. Mehr als 4000 Objekte wurden laut einem Medienbericht gestrichen. Offizielle Begründung: Sie böten "kein authentisches Reiseerlebnis".

Berlin-Seite bei Airbnb

Berlin-Seite bei Airbnb


Kurz bevor strenge Regeln für die Vermietung von Ferienwohnungen in Berlin in Kraft treten, hat die Internetplattform Airbnb zahlreiche Angebote aus ihrer Datenbank gestrichen. Betroffen seien Anbieter mit mehreren Wohnungen, sagte der Vorsitzende der Apartment Allianz, Stephan la Barré. In diesem Verein haben sich mehr als 60 kommerzielle Ferienwohnungs-Anbieter zusammengeschlossen.

Zuvor hatte "Zeit online" über die Streichungen berichtet. Dabei war von einem Rückgang der Zahl komplett vermieteter Wohnungen von 11.000 im Februar 2016 auf nur noch etwa 6700 im März die Rede. Airbnb sprach von "routinemäßigen Qualitäts-Initiativen, die überall auf der Welt stattfinden".

Die Streichung sei Anfang Februar angekündigt worden, seit Mitte Februar seien seine Anzeigen schon nicht mehr online, sagte la Barré. Airbnb habe die Streichung nicht direkt mit dem Berliner Ferienwohnungsverbot begründet, sondern damit, dass kein authentisches Reiseerlebnis geboten werde.

Ab Mai tritt eine Gesetzesverschärfung für das sogenannte Zweckentfremdungsverbot in Kraft. Mit dem Gesetz will das Land Berlin verhindern, dass normale Wohnungen als Ferienwohnungen angeboten werden. Der Wohnungsmarkt gilt seit Jahren als äußerst angespannt. Die Landesregierung geht davon aus, dass rund 10.000 Ferienwohnungen wieder auf den Mietmarkt gelangen könnten.

sto/dpa



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