Angst vor Hai-Angriffen Miamis Strände bleiben leer

Der tödliche Hai-Angriff auf einen Wassersportler hat die Menschen in Miami und Umgebung schockiert - kaum jemand traut sich derzeit an den Stränden ins Wasser. Am Mittwoch war hier ein Kitesurfer ums Leben gekommen.


Miami - Nach der tödlichen Hai-Attacke auf einen 38-jährigen Kitesurfer in Florida geht unter den Schwimmern offenbar die Angst um: Die Strände nördlich von Miami waren am Donnerstag verwaist. "Man hat immer das Gefühl, dass da draußen Haie sind", sagte ein Freund des getöteten Lenkdrachen-Sportlers, Teague Taylor. Aber noch nie habe er gehört, dass wie bei dem Angriff am Vortag gleich mehrere Haie ihr Opfer einkreisten und töteten.

Der Kitesurfer war rund 150 Kilometer nördlich von Miami angegriffen und schwer verletzt worden. Polizeiangaben zufolge entdeckte ein Rettungsschwimmer am Stuart Beach den im Wasser treibenden Mann, der von Haien umkreist wurde. Er brachte ihn an Land und versuchte vergeblich, den Schwerverletzten wiederzubeleben. Der 38-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Er hatte mehrere bis zu 25 Zentimeter tiefe Wunden, sein rechter Bizeps war zerfetzt. Der Stuart Beach wurde nach dem Vorfall für einen Tag gesperrt; es war der erste tödliche Hai-Angriff an dem Strand gewesen.

Hai-Experte Neil Hammerschlag von der Universität von Miami betonte, tödliche Hai-Attacken seien "sehr selten". Im Durchschnitt würden jährlich vier Menschen durch Haie sterben. "Normalerweise beißen sie keine Menschen, es sei denn, sie fühlen sich provoziert." Möglicherweise sei das jüngste Opfer in eine Gruppe von Haien geraten, die seinen Lenkdrachen als Bedrohung empfunden und ihn deshalb angegriffen hätten. Die meisten Hai-Angriffe wurden vor der Zentralküste Floridas registriert, 2008 gab es mit 23 gezählten Attacken einen Rekord.

sto/AFP



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