Angst vor Unruhen China sperrt Tibet für Touristen

Vor drei Jahren hat die chinesische Regierung einen Aufstand der Tibeter blutig niedergeschlagen - jetzt fürchtet sie erneut Unruhen. Im März haben die Behörden daher die Himalaja-Provinz für ausländische Besucher geschlossen.


Peking - Aus Angst vor Protesten am dritten Jahrestag der blutigen Unruhen in Tibet haben die chinesischen Behörden die Provinz für ausländische Besucher geschlossen. "Die Tourismusbehörde vergibt an Ausländer im März keine Besuchsgenehmigung für Tibet", erklärte am Montag ein Mitarbeiter der Xizang Reiseagentur in der tibetischen Hauptstadt Lhasa.

Ob Touristen im April wieder in die Provinz reisen dürfen, sei noch unklar. Mehrere andere Reiseagenturen bestätigten, dass ein Besuch im März nicht erlaubt sei.

China schränkt regelmäßig den Zugang zu der Gebirgsregion ein, die 1951 gewaltsam in die Volksrepublik eingegliedert wurde. Besucher der Provinz im Südwesten des Landes benötigen neben dem regulären chinesischen Visum eine spezielle Genehmigung. Zudem dürfen sie sich nur in organisierten Gruppen unter Aufsicht eines Reiseleiters bewegen.

Nachdem im März 2008 in Tibet Proteste gegen die Regierung blutig niedergeschlagen worden waren, wurde die Provinz mehr als ein Jahr für Ausländer gesperrt.

abl/AFP



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sukowsky, 07.03.2011
1. Wie Geschichte oftmals lehrt
Wie Geschichte oftmals lehrt ist das gewaltsame Aneignen von Ländern immer wieder begleitet von Aufständen der unterdrückten Völker. Warum soll es anders in Tibet sein. Hoffen wir das ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Rassen ohne Blutvergießen möglich ist.
outdoor 08.03.2011
2. Flugverbotszone
Zitat von sukowskyWie Geschichte oftmals lehrt ist das gewaltsame Aneignen von Ländern immer wieder begleitet von Aufständen der unterdrückten Völker. Warum soll es anders in Tibet sein. Hoffen wir das ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Rassen ohne Blutvergießen möglich ist.
Man könnte natürlich auch alternativ eine Flugverbotszone über Tibet fordern und die Tibeter mit Waffen versorgen damit sie sich gegen ihre Herrscher behaupten können.
laosichuan 10.03.2011
3. Es wird anders sein
Zitat von sukowskyWie Geschichte oftmals lehrt ist das gewaltsame Aneignen von Ländern immer wieder begleitet von Aufständen der unterdrückten Völker. Warum soll es anders in Tibet sein. Hoffen wir das ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Rassen ohne Blutvergießen möglich ist.
In Tibet ist es anders und wird es anders sein, weil Tibet nicht gewaltsam angeeignet wurde (es sei denn man zählt die Eroberung während der Yuan-Dynastie im 13. Jahrhundert). weil die Tibeter nicht unterdrückt sind, sondern die gleichen Rechte (zum Teil als geförderte Minderheit sogar noch mehr) haben, wie die anderen 55 Nationalitäten Chinas. Eine andere "Rasse" sind Tibeter ebenfalls nicht, wie die anderen Nationalitäten Chinas gehören alle zu den Asiaten.
sabaidii 10.03.2011
4. Sinnlos
Zitat von outdoorMan könnte natürlich auch alternativ eine Flugverbotszone über Tibet fordern und die Tibeter mit Waffen versorgen damit sie sich gegen ihre Herrscher behaupten können.
Tibet hat kein Öl, nur eine kalte Hochebene voller braver Buddhisten. Pech gehabt.
sabaidii 10.03.2011
5. Minderheit im eigenen Land
Zitat von laosichuanIn Tibet ist es anders und wird es anders sein, weil Tibet nicht gewaltsam angeeignet wurde (es sei denn man zählt die Eroberung während der Yuan-Dynastie im 13. Jahrhundert). weil die Tibeter nicht unterdrückt sind, sondern die gleichen Rechte (zum Teil als geförderte Minderheit sogar noch mehr) haben, wie die anderen 55 Nationalitäten Chinas. Eine andere "Rasse" sind Tibeter ebenfalls nicht, wie die anderen Nationalitäten Chinas gehören alle zu den Asiaten.
Es wäre also in Ordnung wenn die Vietnamesen (auch Asiaten, von mir aus auch die Mongolen) Ihre Heimatprovinz friedlich besetzen, alle wichtigen Regierungspositionen mit Vietnamesen besetzen, Millionen Vietnamesen einwandern lassen und Ihnen dann den Status einer geförderten Minderheit zugestehen? Ich verstehe jetzt gar nicht mehr warum nach 60 Jahren noch tausende Tibeter in Flüchtlingslagern in Nepal hausen. Wissen die denn gar nicht wie gut es ihnen zuhause gehen würde?
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