Anschlag auf Kopenhagener Wahrzeichen Kleine Meerjungfrau ging baden

Für ihren Prinzen opferte sie sich und stürzte sich in die Fluten, um zu Meeresschaum zu werden: die kleine Meerjungfrau. Heute Morgen war ihr Sockel leer. Auf das Wahrzeichen Kopenhagens wurde in der Nacht ein Anschlag verübt.


"Es schnitt wie mit scharfen Messern in ihre zarten Füße": Die Skulptur gestaltete Edvard Eriksen nach Andersens Märchen "Die kleine Meerjungfrau"
DDP

"Es schnitt wie mit scharfen Messern in ihre zarten Füße": Die Skulptur gestaltete Edvard Eriksen nach Andersens Märchen "Die kleine Meerjungfrau"

Kopenhagen - Eine Polizeistreife entdeckte gegen 3 Uhr morgens, dass die Kleine Meerjungfrau im Wasser lag, anstatt wie gewohnt auf ihrem Stein zu sitzen. Unbekannte hatten die Skulptur in der Nacht zum Donnerstag von ihrem Sockel am Kopenhagener Hafen gestoßen. Die Polizei kündigte an, die Schäden im Laufe des Donnerstags genauer zu untersuchen. Die Reparaturen würden voraussichtlich einige Zeit dauern.

Die nach dem Märchen "Die kleine Meerjungfrau" von Hans-Christian Andersen gestaltete Figur gilt als das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt. Täglich besuchen viele Touristen die 1,25 Meter hohe und 175 Kilogramm schwere Skulptur. Die von Edvard Eriksen geschaffene Figur wurde vor 90 Jahren am Hafenrand aufgestellt. Seitdem hat sie mehrere Anschläge erleiden müssen.

So wurde der Kleinen Meerjungfrau zweimal der Kopf abgesägt, in diesen Fällen ermittelte sogar die Mordkommission von Kopenhagen. Das erste Mal verlor die Statue ihren Kopf, als sie 1964 zum Gegenstand der damaligen "Happening-Kultur" wurde, in der Kunst in Aktionen umgesetzt werden sollte. Ein zweites Mal wurde er ihr 1998 abgesägt. Der aus einem Frauenoberkörper mit einem Fischschwanz bestehenden Figur wurde auch ein Arm abgetrennt. Trotz Ermittlungen konnte der Anschlag von 1998 bislang nicht aufgeklärt werden.



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