Antwerpen Gehwege für Handygucker sollen Unfälle verhindern

Wer beim Spazieren auf dem Bürgersteig aufs Handy guckt, bringt manchmal sich und andere in Gefahr. Um Kollisionen zu verhindern, wurden im belgischen Antwerpen nun spezielle Gehwege eingerichtet.


"Text walking lane" steht in Versalien zwischen zwei weißen Markierungslinien, die auf den ersten Blick an einen Radweg erinnern. In Antwerpen sollen Fußgänger, die beim Stadtbummel den Blick nicht vom Smartphone lassen können, nun spezielle Wege nutzen, wie die Onlineausgabe der Zeitung "Telegraph" berichtet.

Damit soll die Gefahr verringert werden, dass exzessive Handynutzer mit anderen Spaziergängern oder gar Schildern zusammenstoßen. Hinter der Aktion steht der Mobilfunkanbieter Mlab. Laut dessen Angaben komme es häufig vor, dass Handys bei solchen Kollisionen beschädigt würden. Ob die relativ schmale Spur nicht auch eine gewisse Unfallgefahr birgt, wenn sie von vielen Handybesitzern genutzt wird, muss sich allerdings erst noch erweisen.

Die Markierungen wurden auf mehreren Shopping-Straßen in der Fußgängerzone im Stadtzentrum angebracht. Ähnliche Initiativen hatte es zuvor schon in Washington D.C. sowie im chinesischen Chongqing gegeben.

Bei der Stadt Antwerpen stößt die Aktion allerdings laut einem Bericht der belgischen Nachrichten-Webseite hln.be auf wenig Begeisterung: "Für uns ist das Graffiti", sagte demnach ein Behördenvertreter. Möglicherweise wird die Pflasterdeko also nicht besonders lange vorhalten.

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insgesamt 8 Beiträge
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dasdondel 16.06.2015
1. stvo : Handy aus - Blick gerade aus
§ 1 Grundregeln. (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. noch Fragen ?
hilfe-deutsche-sprache&#1 16.06.2015
2. Verrückte Kausalität ;)
... weil Handy-Dauernutzer nicht von ihrem elektronischen Lebensqualitätsräuber ablassen können, wird die Umgebung ihrer Macke angepasst ... typischer Zeitgeist.
laufmichel 16.06.2015
3. Zitat: da hat der liebe Gott etwas falsch gemacht
allem, aber wirklich auch allem hat er Grenzen gesetzt. Nur der menschlichen Dummheit nicht. Unfassbar
Bueckstueck 16.06.2015
4. Tja ich weiss nicht...
Vielleicht einfach krachen lassen und dann mit der vollsten Härte des Gesetzes die Dummen bestrafen? Ach was, geschieht ja nicht mal im Strassenverkehr, da ist handyspielen beim Autofahren ja eine Bagatelle...
meaculpa 16.06.2015
5.
Wie wirs denn gesichert, dass die eifrigen Handynutzer innerhalb dieser Begrenzung bleiben? Ist ja zweifelhaft, ob sie während der Handynutzung überhaupt bemerken, wo sie sich gerade befinden. Effektiver wären in dieser Hinsicht vielleicht Rundumleuchten auf dem Kopf der Betreffenden; dann können alle anderen ausweichen. Scherz.
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