Autoversicherung Schutz im Urlaub

Besondere Bestimmungen bei Autoversicherungen gelten generell für Reisen ins Ausland und für Leihwagen. Um den Urlaub entspannt geniessen zu können, sind zusätzliche Versicherungen sinnvoll.


Die Mallorca-Police, die grüne Versicherungskarte oder der ganz normale Kaskoschutz: was muss man bei Reisen mit dem eigenen Auto ins Ausland beachten? Wo reicht der bestehende Versicherungsschutz aus, welche zusätzlichen Schutzbriefe müssen besorgt werden? Bestimmungen der Autoversicherungen machen es den Urlaubern mit eigenem Auto oder auch mit einem Leihwagen nicht einfach.

Mit dem Auto in den Urlaub: zusätzliche Versicherungen sind sinnvoll
EPA/DPA

Mit dem Auto in den Urlaub: zusätzliche Versicherungen sind sinnvoll

Wer im Urlaub beispielsweise vergisst, sein Auto abzuschließen, verliert den Versicherungsschutz. Darauf wies der Auto Club Europa (ACE) hin. Ein Fahrzeughalter, der den Wagen nicht abschließt oder den Schlüssel stecken lässt, handelt grob fahrlässig und kann nach Angaben des ACE deswegen seinen Kaskoversicherungsschutz verlieren.

Autofenster und das Schiebedach müssen beim Verlassen des Wagens immer geschlossen werden. Bei Fahrzeugen mit Zentralverriegelung müsse geprüft werden, ob alle Schlösser funktionieren, so der ACE. Die Lenkradsperre muss zudem hörbar einrasten. Für den Fall, dass die Diebe dennoch zuschlagen, sollten persönliche und Fahrzeugpapiere beim Verlassen des Wagens immer mitgenommen und nicht im Handschuhfach deponiert werden.

Für Reisen ins Ausland gelten besondere Bestimmungen. Wer mit dem eigenen Auto fährt, sollte sich die grüne Versicherungskarte besorgen: sie ist kostenlos zur Kfz-Versicherung erhältlich. Diese grüne Karte dient als internationaler Haftpflichtnachweis. Dabei ist wichtig: die Versicherungskarte muss in den bereisten Länder gültig sein.

Sinnvoll ist auch ein Autoschutzbrief. Dieser deckt Pannen-, Abschlepp-, oder Rückreisekosten ab. Bei den meisten Haftpflichtversicherungen ist der Schutzbrief inklusive. Die Kosten sind ansonsten relativ gering.

Für Mietwagen gilt: Meistens sind die Fahrzeuge dem Urlaubsland entsprechend haftpflichtversichert. Dabei gelten oft andere Deckungssummen als in Deutschland. Das bedeutet: Sollte ein Unfall passieren, der selbst verschuldet ist, und der Schaden höher sein als die Versicherungssumme, haftet der Fahrer selbst.

Zusätzlichen Schutz zur bestehenden Haftpflichtversicherung bietet dabei die "Mallorca-Police". Diese Versicherung kann in Deutschland für Urlaubsfahrten mit einem Mietwagen abgeschlossen werden. Die "Mallorca-Police" gilt für das europäische Ausland und kann wochenweise oder für mehrere Monate abgeschlossen werden. Im Durchschnitt kostet sie zwischen 15 und 20 Euro. Manchmal ist die Police schon in der Kraftfahrzeugsversicherung enthalten. Wer außerhalb Europas mit dem Auto verreist, schließt dementsprechend eine Traveller-Police ab.



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