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18. Dezember 2014, 09:37 Uhr

Highspeed-Streckennetz

Türkei eröffnet Schnellzugverbindung zwischen Istanbul und Konya

Die Highspeed-Zugstrecke von Istanbul  nach Konya ist eingeweiht. Damit verkürzt sich die Fahrzeit in die anatolische Großstadt um über zwei Drittel auf vier Stunden.

Istanbul - In der Türkei ist eine neue Schnellzug-Verbindung eingeweiht worden, die die Fahrtzeit zwischen der anatolischen Großstadt Konya und der Metropole Istanbul um fast neun Stunden verkürzt. Präsident Recep Tayyip Erdogan eröffnete die Strecke am Mittwoch in Konya. Die Stadt ist Hochburg seiner islamisch-konservativen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP).

Erdogan feierte die Verbindung als Zeichen für die Modernisierung der Türkei. "Über Jahrzehnte saßen wir nur da und haben zugesehen, wie die Entwicklung im Westen stattfindet. Wir konnten Hochgeschwindigkeitszüge nur im Fernsehen und Flugzeuge nur auf dem Rücken liegend am Himmel sehen." Jetzt habe die AKP "den Weg für unser Volk freigemacht".

Das rund 460 Kilometer südöstlich von Istanbul gelegene Konya ist mit mehr als einer Million Einwohnern ein bedeutendes Wirtschaftszentrum in der Mitte Anatoliens. Die Fahrtzeit nach Istanbul soll mit der neuen Verbindung von bislang rund 13 Stunden auf nun gut vier Stunden sinken. In der ersten Woche des Betriebs ist die Fahrt kostenlos.

Erdogan will in seinem Land ein ähnlich dichtes Hochgeschwindigkeitsnetz wie in Westeuropa erreichen. Der Weg ist noch weit. Erst im Juli wurde die erste Schnellverbindung zwischen Istanbul und der Hauptstadt Ankara eingeweiht, die die Fahrtzeit auf rund dreieinhalb Stunden halbierte. Vergangenes Jahr eröffnete in Istanbul zudem der Marmaray-Tunnel. Er ermöglichte die erste Zugverbindung unter dem Bosporus hindurch.

abl/dpa

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