Bahn Viele Fahrkartenschalter werden dichtgemacht

Die Bahn will offenbar mehrere hundert unwirtschaftliche Fahrkartenschalter schließen. Betroffen sind vor allem Kleinstädte.


Vor allem von kleinen Bahnhöfen sollen noch mehr Fahrkartenschalter verschwinden
DPA

Vor allem von kleinen Bahnhöfen sollen noch mehr Fahrkartenschalter verschwinden

München - Der Leiter des Ticketvertriebs der Bahn, Jürgen Büchy, sagte der "Süddeutschen Zeitung", sein Unternehmen wolle mit den Schließungen vor allem Personalkosten senken. Bis zum vergangenen Jahr habe bei der Bahn die Maßgabe gegolten, dass Fahrkartenschalter mindestens eine Million Mark Umsatz im Jahr erzielen müssen, künftig seien es 1,4 Millionen. "Was darunter liegt, rechnet sich für uns nicht mehr", sagte Büchy. Von den Schließungen sind dem Bericht zufolge 250 bis 300 Schalter, vor allem in Kleinstädten, betroffen.

Dort könnten die Fahrkarten künftig über Reisebüros und Fremdenverkehrsämter verkauft werden. Auch der Bäcker oder der Kiosk im Bahnhof könnten dies leisten, sagte Büchy. "Wir suchen nach vernünftigen Alternativen".

Bei der Bahngewerkschaft Transnet stieß das Vorhaben auf Kritik. "Der Kundenservice wird schlechter", zitiert die Zeitung den Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Hansen. Der Kunde brauche schließlich einen Ansprechpartner, der sich im Tarifsystem der Bahn auskenne.



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