Bei Vulkanausbruch Bali will mit 100 Bussen Touristen in Sicherheit bringen

Wenn der Gunung Agung auf Bali ausbricht, ist die indonesische Insel gewappnet: 100 Busse sollen dann Urlauber auf die Nachbarinseln bringen. Das Auswärtige Amt warnt vor Behinderungen des Flugverkehrs.
Gunung Agung auf Bali

Gunung Agung auf Bali

Foto: DARREN WHITESIDE/ REUTERS

Bali-Touristen können beruhigt sein: Auf der indonesischen Ferieninsel haben die Behörden 100 Busse angemietet, um Urlauber im Falle eines Ausbruchs des Vulkans Gunung Agung von der Insel zu bringen. Die Touristen sollen dann per Autofähre auf die Nachbarinseln Java und Lombok gebracht werden, um von dort nach Hause fliegen zu können, teilte das Verkehrsministerium mit.

Bereits seit Ende vergangener Woche wird befürchtet, dass der mehr als 3000 Meter hohe Vulkan jederzeit ausbrechen kann. Wann genau das passieren könnte, lässt sich nicht vorhersagen. Seit Freitag gilt jedoch die höchste Warnstufe vier. Die Lava brodelt heftig, pro Tag werden an dem Berg mehr als hundert Erdstöße registriert. Rund um den Berg haben inzwischen mehr als 80.000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen. Es gibt eine Sperrzone.

Eine akute Gefahr sehen die lokalen Behörden für Urlauber nicht: Der Gunung Agung im Nordosten der Insel ist relativ weit entfernt von Balis wichtigsten Urlaubsorten Kuta und Ubud. Er ist allerdings auch ein Wanderziel für viele Touristen.

Trotz der Gefahr läuft der Flugbetrieb auf Balis Internationalem Flughafen nahe der Inselhauptstadt Denpasar normal. Nach Angaben der Behörden könnten zehn Flughäfen als Ausweichstationen genutzt werden, falls bei einer Eruption Aschewolken Starts und Landungen verhindern. Der Vulkan befindet sich in etwa 75 Kilometer Entfernung vom Internationalen Flughafen.

Das Auswärtige Amt warnte ebenfalls davor , dass es bei einem Ausbruch des Vulkans "zu Behinderungen des Flugverkehrs und der Schließung des Flughafens Denpasar kommen" könnte. Urlauber sollten deshalb "engen Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter beziehungsweise ihrer Fluggesellschaft halten, die lokalen Medien verfolgen und den Anweisungen lokaler Behörden unbedingt Folge leisten".

Der letzte Ausbruch des Gunung Agung liegt bereits mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Die Eruption 1963/64 dauerte insgesamt länger als ein Jahr. Mehr als 1100 Menschen kamen damals ums Leben. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. In dem Inselstaat gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane.

kry/dpa
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