Bangkok Veranstalter wollen Touristen auf Umwegen zurückbringen

Die Flughäfen sind weiter gesperrt, Touristen sitzen fest: Jetzt versuchen die deutschen Reiseveranstalter, ihre in Bangkok gestrandeten Gäste über Umwege nach Hause zu bringen - deren verlängerter Aufenthalt wird für sie langsam ziemlich teuer.


Frankfurt am Main - Die Marktführer TUI und Thomas Cook prüfen alternative Rückflüge über andere thailändische Flughäfen, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Tausende Urlauber aus Deutschland sitzen derzeit fest. Bis Anfang Dezember müssen allein bei den Rewe-Veranstaltern Dertour und Meier's Weltreisen rund 2000 Touristen auf ihre Rückreise warten. Bei TUI und Thomas Cook sind es jeweils deutlich weniger.

In der thailändischen Metropole haben Demonstranten den Flughafen besetzt und damit den Flugverkehr zum Erliegen gebracht. Sie wollen einen Rücktritt von Ministerpräsident Somchai Wongsawat erzwingen. In Deutschland haben Lufthansa und der zu Air Berlin gehörende Ferienflieger LTU ihre Flüge nach Bangkok auch am Donnerstag ausfallen lassen. Zu den folgenden Tagen gab es zunächst noch keine Entscheidung.

Die Thai Airways International wollte einen Flug der Route Bangkok-Frankfurt am Main am Donnerstag um 23.40 Uhr Ortszeit in Phuket starten. Alle anderen Flüge ab Frankfurt und München nach Bangkok und von Bangkok nach Deutschland wurden für Donnerstag storniert. Für Freitag waren ein Flug nach Tapao und ein Flug von Phuket nach Frankfurt geplant.

Wegen der Blockade lassen die Veranstalter auch für die nächsten Tage geplante Urlaubsreisen nach oder über Bangkok ausfallen. TUI und die Rewe-Veranstalter haben alle Reisen bis kommenden Montag abgesagt, Thomas Cook bis Sonntag. Betroffene Urlauber können ihren Urlaub kostenlos stornieren oder umbuchen. Direkte Reisen nach Phuket dagegen können wie geplant stattfinden.

Die mittlerweile tagelange Zwangssperrung könnte für die deutschen Veranstalter und Fluggesellschaften teuer werden. Die Veranstalter kommen für die Versorgung ihrer Gäste vor Ort selbst auf und übernehmen unter anderem die Hotelkosten. Auch Air-Berlin-Chef Joachim Hunold warnte vor den negativen Folgen einer längeren Schließung des Flughafens.

sto/Reuters/AP



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