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Bangkok: Doch kein Ende des Streetfood-Booms

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"Sicherheit und Sauberkeit" Bangkok will Streetfood-Stände verbieten

Bangkok will aufräumen. Bis Ende des Jahres sollen alle Straßenküchen verschwinden - als Erstes in der berühmten Backpacker-Straße Khao San.

In vielen Städten der Welt erfahren Straßenküchen immer mehr Wertschätzung. In Singapur erhielten zwei sogenannte Hawker im vergangenen Jahr sogar jeweils einen Michelin-Stern. In Thailands Hauptstadt allerdings werden die Streetfood-Stände von den Straßen verbannt.

Schon vor zwei Jahren kündigte die Stadtverwaltung an, alle mobilen und häufig illegalen Verkaufsstände in Bangkoks Zentrum zu verbieten - darunter auch die Anbieter von Nudelsuppen, Mangosalat oder Pad Thai. Nun setzten die Behörden eine Deadline: Bis zum Jahresende sollen alle Straßenküchen verschwunden sein.

"Wir wollen die Bürgersteige den Fußgängern zurückgeben", sagte der Chefberater des Gouverneurs, Wanlop Suwandee, der Zeitung "The Nation": "Jeder Straßenverkäufer muss weg." In den 50 Stadtbezirken sollten künftig Sicherheit und Sauberkeit oberste Priorität haben. "Wir haben den Straßenhändlern bereits auf den Märkten Platz geschaffen, damit sie ihre Speisen und andere Waren legal verkaufen können."

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Bangkok: Doch kein Ende des Streetfood-Booms

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Als eine der ersten Straßen, in der es keine offenen Küchen mehr geben soll, nannte der Beamte die Khao San Road, ein beliebtes Ziel von Rucksacktouristen aus aller Welt. Auch in Bangkoks Chinatown sollen Straßenküchen bald der Vergangenheit angehören. Bisher seien die Straßen des zentrale Einkaufs- und Vergnügungsviertels Siam von der Polizei geräumt worden.

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Die offenen Küchen, in denen von früh morgens bis spät in die Nacht gekocht, gegart und gegrillt wird, prägen das Straßenbild der 8,5-Millionen-Einwohner-Stadt seit Jahrzehnten. Der Fernsehsender CNN hatte Bangkok erst kürzlich wieder zur Stadt mit der weltweiten besten Straßenküche gekürt.

Bisher waren die Aktionen der Stadtverwaltung nicht von Erfolg gekrönt. "Streetfood ist zu beliebt bei den Einheimischen, " sagt die Bloggerin Chawadee Nualkhair laut "The Guardian". Natürlich würde ein Verbot Bangkok für Touristen weniger attraktiv machen. Vor allem aber "nimmt es den arbeitenden Thais die Möglichkeit, günstig zu essen, und vielen die Arbeit. Wo sollen Ladenverkäufer, Bauarbeiter Taxifahrer nun essen?"

abl/dpa
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