Beinahe-Katastrophe Felssturz an der Gotthard-Autobahn

Nach einem Felssturz ist die Gotthard-Autobahn bis auf weiteres gesperrt. In der Nacht waren Steine auf die Fahrbahn gestürzt, vier Autos fuhren auf die Brocken auf - verletzt wurde niemand.


Amsteg - Ein Felssturz hat in der Nacht zum Sonntag im schweizerischen Urnerland die Gotthard-Autobahn blockiert. Vier Autos, die in Richtung Süden unterwegs waren, hatten großes Glück, teilte die Urner Kantonspolizei mit. Die Fahrer konnten den beiden rund einen Kubikmeter großen Felsbrocken nicht mehr ausweichen, prallten auf die Hindernisse. Die Insassen blieben unverletzt.

Steinschlag am Gotthard
DPA

Steinschlag am Gotthard

Die Autobahn A2 und die parallel verlaufende Kantonsstrasse wurden bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt. Die beiden Felsbrocken lösten sich um etwa 0.30 Uhr zwischen Amsteg und Gurtnellen im Bereich Meitschligen und stürzten mit Geröll und Schutt auf die Autobahn und die Kantonsstrasse. Die Fahrbahnen wurden beschädigt.

Nicht betroffen ist die Bahnlinie der SBB, die in diesem Bereich auf der gegenüberliegenden Talseite liegt. Die Autobahn bleibt vorerst gesperrt. Wegen des schlechten Wetters können die Geologen die Situation an der Abbruchstelle nicht genau bewerten. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass weiterer Felsen gesprengt werden muss.

Am 31. Mai 2006 war bei Gurtnellen bei einem Felssturz ein deutsches Ehepaar ums Leben gekommen, ihr Auto war unter einem Felsblock begraben worden. Damals blieb die Gotthard-Autobahn für einen Monat gesperrt.

jul/AP/dpa



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