"Lonely Planet"-Ranglisten Dies sind die Trendziele für 2020

Bhutan und Aruba haben es auf die "Lonely Planet"-Liste der besten Reisespots 2020 geschafft. Der Verlag gibt dazu Tipps für nachhaltiges Unterwegssein. Passt das?

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Auf Platz eins hat es ein Land geschafft, das das "Bruttonationalglück" der Bewohner zum wichtigsten Ziel der Wirtschaftspolitik gemacht hat. Das von Besuchern Ausgaben von bis zu 250 Dollar am Tag verlangt und sich verpflichtet hat, klimaneutral zu bleiben: Bhutan ist das Topländerziel von "Lonely Planet" für 2020.

Der Reiseführerverlag mit Sitz in Australien hat seine alljährlichen Ranglisten für Länder, Regionen, Städte und Orte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis herausgegeben. Neben dem Himalaya-Staat mit seinen etwa 825.000 Einwohnern stehen England (Eröffnung des vollendeten Fernwanderwegs England Coast Path), Nordmazedonien, Aruba und Swasiland auf der Länderliste des "Best in Travel 2020"-Buches.

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"Lonely Planet"-Liste: Die besten Länder für 2020

Als Topstädte führt die Verlagsjury Salzburg ("Festspiele werden hundert"), Washington DC, Kairo auf - und auf Platz fünf Bonn. Die ehemalige deutsche Hauptstadt schafft es in die Empfehlungsliste, weil sie den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven im kommenden Jahr ausgiebig feiert und noch immer "die romantische Atmosphäre ausstrahlt, die Beethoven beflügelte". Gewürdigt wird in dem Toplisten-Buch auch die Nordstadt mit ihren trendigen "Boutiquen, Kaffeeröstereien, Craft-Bier-Kneipen und New-Wave-Galerien".

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"Lonely Planet"-Liste: Die besten Städte für 2020

Xiva, Samarkand, Sarasm und Osch stehen auf dem Plan einer Tour entlang der zentralasiatischen Seidenstraße - also Länder wie Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan. Unter den Regionen ist die ehemalige Handelsstraße Nummer-eins-Reiseziel für das kommende Jahr - bessere Infrastruktur und weniger Visa-Mühen würden das Reisen einfacher machen. Marken in Italien, das japanische Tohoku, Maine in den USA und auch die kroatische Kvarner Bucht sind ebenfalls unter den Regionen-Top-Ten. Besonders viel für ihr Geld erhalten Urlauber in Ost-Nusa-Tenggara (Indonesien), Budapest und Madhya Pradesh (Indien).

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"Lonely Planet"-Liste: Die besten Regionen und Preiswert-Ziele für 2020

Für ihr neues Bucket-List-Buch hat sich der Verlag vorgenommen, "besonderes Augenmerk auf Tipps und Infos zum Thema nachhaltiges Reisen" zu richten. Dies ist für einen international gebräuchlichen Guide nicht ganz einfach: Aus Sicht der Australier beispielsweise liegen andere Ziele vor der Haustür und gelten als Kurzreisen als für deutsche Urlauber. Die Autoren führen daher an, was die Ziele der Ranglisten in puncto umweltfreundlichen Maßnahmen bei Energie, Verkehr , Natur und Tourismus tun.

Preisabfragezeitpunkt:
22.10.2019, 09:19 Uhr
Ohne Gewähr

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Lonely Planet
Lonely Planet Best in Travel 2020: Die spannendsten Ziele, Trips & nachhaltigen Reiseerlebnisse (Lonely Planet Reiseführer Deutsch)

Verlag:
LONELY PLANET DEUTSCHLAND
Seiten:
218
Preis:
EUR 12,00

Zudem verlegen sie sich auf Ratschläge zu "Emissionsarm unterwegs", "Going local" oder "Von indigenen Kulturen lernen", wie die Kapitelüberschriften heißen. Und diskutiert: "Sollten wir alle weniger fliegen?" Wer aufs Fliegen verzichtet, dem eröffneten sich neue Horizonte, schreibt die Autorin des Kapitels: Zugreisen, Windjammertörns, Radtouren und Elektrofahrzeuge etwa seien CO2-sparende Alternativen. Beispiele sind etwa: per Bahn durch die Rocky Mountains in Kanada oder mit dem E-Mobil entlang der südafrikanischen Garden Route, im Bus auf der Great Ocean Road in Australien.

Dies zeigt mal wieder, dass das mit dem umweltfreundlichen Reisen nicht so ganz einfach ist - denn um den kanadischen Zug zu erreichen, müssen Europäer zunächst ein Flugzeug besteigen. Und dennoch sind viele der Tipps hilfreich. Sie lenken die Aufmerksamkeit der "Lonely Planet"-Leser auf neue Erfahrungen und Begegnungen, die sie abseits der Backpacker-Routen machen können, und regen zum Nachdenken über das eigene Reiseverhalten an ("Weniger Selfies, mehr Selbstlosigkeit").

Und vielleicht lässt sich dann ja auch in Deutschland die einstige Zielgruppe - die eher jüngeren Backpacker - für Spots wie Festspiel-Salzburg und Beethoven-Bonn begeistern. Einfach, weil sie vor ihrer Haustür liegen. Vielleicht aber fliegen die dann doch lieber - wenn sie es sich leisten können - klimaschädlich ins klimaneutrale Bhutan?

insgesamt 37 Beiträge
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eunegin 22.10.2019
1. LP - der gemeinsame run auf Trend- und "Geheim"ziele
Schon als ich vor 30 Jahren mal mit dem Lonely Planet unterwegs war, hat man lieber die großen Empfehlungen vermieden und die B-Ziele gewählt. Sonst sitzt man dort mit all den anderen. Für die grobe Richtung und praktische Tips gut, eigenes entdecken hat aber mehr gebracht.
rubraton 22.10.2019
2. Aruba ???
als ich vor vielen Jahren durch eine Kreuzfahrt auf Aruba gelandet bin war ich mehr als enttäuscht. Aruba gilt als das Mallorca Amerikas. Massen an Bettenburgen, das es mir buchstäblich die Sprache verschlagen hat. sicherlich hat Aruba auch seine schönen Ecken keine Frage. Es aber zu einem Hotplace zu benennen, finde ich schon sehr gewagt.
alsterherr 22.10.2019
3.
Also eine List der Ziele, die man 2020 meiden sollte!
damp2012 22.10.2019
4. Nr. 3 ... stimmt!....
.. und dann das Buch noch bei A. kaufen, mit dem Flieger und Schiff unterwegs sein... Och, Leute - hört doch endlich mal auf und backt kleinere Reiseziele ....
pogle 22.10.2019
5. Na dann ...
wieder Empfehlungen, die mit Klimaschutz ideal zusammenpassen. Oder gibt es da Fahrradwege dorthin ?
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