BGH-Urteil Veranstalter haftet bei Rail&Fly für Verspätungen

Weil ihre Bahn trödelte, kam eine Reisende zu spät zum Flughafen und verpasste ihre Maschine in die Dominikanische Republik. Wie jetzt der Bundesgerichtshof entschied, steht ihr dafür eine Kostenerstattung zu - weil sie ein Rail&Fly-Angebot gebucht hatte.


Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Rechte von Kunden sogenannter Rail&Fly-Angebote gestärkt. Wenn Reisende mit einem solchen Kombi-Ticket aus Zug- und Flugkarte ihr Flugzeug verpassen, weil die Bahn Verspätung hatte, muss das Reiseunternehmen für die Zusatzkosten aufkommen. Das entschied der BGH am Donnerstag.

Geklagt hat eine Frau gegen ihren Reiseveranstalter. Wegen einer zweieinhalbstündigen Verspätung ihres Zuges hatte sie ihren Flug in Düsseldorf verpasst und konnte erst einen Tag später von München in die Dominikanische Republik abfliegen. Sie forderte, dass der Veranstalter die zusätzlichen Kosten übernimmt, die ihr wegen eines verpassten Fluges entstanden waren - für eine Bahnfahrt, eine Nacht im Hotel sowie die Mehrkosten für den Alternativflug und eine Fähre. Dies lehnte der Reiseveranstalter ab. Schon in den Vorinstanzen hatte die Frau Recht bekommen.

Aktenzeichen: Xa ZR 46/10

sto/dpa/AFP

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