Billigflieger Platzreservierung gegen Gebühr geplant

Für viele Fluggäste ist der Kampf um die besten Plätze im Billigflieger echter Stress. Ihnen wollen Ryanair und Easyjet künftig die Möglichkeit einer Platzreservierung an - gegen Gebühr natürlich.


Hamburg - Die Programme heißen Speedy-Boarding oder Premium-Boarding. Doch letztlich verbirgt sich hinter den bombastischen Begriffen nicht mehr als eine Art Platzreservierung, wie sie bei den etablierten Fluggesellschaften seit eh und je Standard ist. "Gegen eine Gebühr von einigen Euro können Passagiere als Erste an Bord gehen und sich in Ruhe die besten Plätze aussuchen", erklärt Easyjet-Sprecher Oliver Aust der "Bild am Sonntag" das Verfahren.

Der Check-in-Schalter soll dagegen bald der Vergangenheit angehören. Oder zumindest nur noch für diejenigen zur Verfügung stehen, die dafür eine Extragebühr zu zahlen bereit sind. "In zwei Jahren müssen alle Passagiere, die sich ihre Bordkarte nicht am Automaten ziehen oder im Internet einchecken, eine Gebühr von 2,20 Euro pro Strecke zahlen", sagte Mike Rutter, Vorstandsmitglied beim britischen Billigflieger Flybe, der Zeitung. Auch ein Sprecher von Marktführer Ryanair bestätigte: "Wir planen, eine Gebühr für die Nutzung des Check-in-Schalters zu erheben." Ab wann genau und in welcher Höhe stehe allerdings noch nicht fest.

mik/ddp

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